MWST-Info 12 Saldosteuersätze

Auszug aus MWST-Info 12 Saldosteuersätze (für offizielle Version bitte auf Link klicken)

 

Inhalt

  1. 1 Auszug aus MWST-Info 12 Saldosteuersätze (für offizielle Version bitte auf Link klicken)
  2. 2 (1) Allgemeines zur SSS-Methode 
    1. 2.1 (1.1) Rechtliche Grundlagen 
    2. 2.2 (1.2) Grundsätzliches 
    3. 2.3 (1.3) Wer kann die SSS-Methode anwenden? 
      1. 2.3.1 (1.3.1) Massgebender Umsatz für die Umsatzlimite
      2. 2.3.2 (1.3.2) Berechnung der Steuerschuld 
      3. 2.3.3 (1.3.3) Vorgehen bei Aufnahme der Geschäftstätigkeit 
      4. 2.3.4 (1.3.4) Option für die Versteuerung ausgenommener Leistungen 
      5. 2.3.5 (1.3.5) Verkäufe von Betriebsmitteln und Anlagegütern 
  3. 3 (2) Beginn der Unterstellung unter die SSS-Methode 
    1. 3.1 (2.1) Neu steuerpflichtige Personen 
      1. 3.1.1 (2.1.1) Wie erfolgt die Unterstellung unter die SSS-Methode? 
      2. 3.1.2 (2.1.2) Warenlager, Betriebsmittel und Anlagegüter 
      3. 3.1.3 (2.1.3) Debitoren und Kreditoren 
    2. 3.2 (2.2) Wechsel von der effektiven Abrechnungsmethode zur SSS-Methode 
      1. 3.2.1 (2.2.1) Bedingungen
      2. 3.2.2 (2.2.2) Fristen 
      3. 3.2.3 (2.2.3) Warenlager, Betriebsmittel und Anlagegüter 
      4. 3.2.4 (2.2.4) Debitoren und Kreditoren (Art. 79 Abs. 4 MWSTV) 
  4. 4 (3) Beendigung der Unterstellung unter die SSS-Methode 
    1. 4.1 (3.1) Ende der Steuerpflicht 
    2. 4.2 (3.2) Wechsel von der SSS-Methode zur effektiven Abrechnungsmethode 
      1. 4.2.1 (3.2.1) Freiwillige und zwingende Wechsel 
      2. 4.2.2 (3.2.2) Fristen 
      3. 4.2.3 (3.2.3) Warenlager, Betriebsmittel und Anlagegüter 
      4. 4.2.4 (3.2.4) Debitoren und Kreditoren (Art. 81 Abs. 6 MWSTV) 
    3. 4.3 (3.3) Widerhandlungen 
  5. 5 (4) Übernahme eines Unternehmens mit Aktiven und Passiven
  6. 6 (5) Abrechnung der Bezugsteuer
  7. 7 (6) Eigenverbrauch (Art. 83 Abs. 1 Bst. b und Art. 92 MWSTV) 
    1. 7.1 (6.1) Grundsatz
    2. 7.2 (6.2) Übernahme eines Vermögens mit Meldeverfahren 
  8. 8 (7) Leistungen an eng verbundene Personen (Art. 3 Bst. h MWSTG und Art. 94 MWSTV) 
  9. 9 (8) Leistungen an das Personal 
  10. 10 (9) Korrekturen bei unbeweglichen Gegenständen (Art. 82 Abs. 2 und Art. 93 MWSTV) 
  11. 11 (10) Exporte und Leistungen im Ausland
    1. 11.1 (10.1) Standard-Verfahren für Steueranrechnung bei Exporten 
    2. 11.2 (10.2) Vereinfachtes Verfahren für Steueranrechnung bei Exporten 
    3. 11.3 (10.3) Leistungen im Ausland / Beförderungen von Gegenständen über die Grenze usw. 
  12. 12 (11) Leistungen an internationale Organisationen und die Diplomatie
  13. 13 (12) Verfahren zur Anrechnung der fiktiven Vorsteuer beim Wiederverkauf von Gebrauchtgegenständen 
    1. 13.1 (12.1) Allgemeine Bestimmungen
    2. 13.2 (12.2) Voraussetzungen und Verfahren 
    3. 13.3 (12.3) Gebrauchtgegenstände, die zu einem Gesamtpreis erworben werden
  14. 14 (13) Rechnungsstellung mit einem zu hohen Satz
  15. 15 (14) Buchführung
  16. 16 (15) Schadenfälle / Versicherungsleistungen
  17. 17 (16) Einfuhrsteuer / vorübergehende Ein- oder Ausfuhr
    1. 17.1 (16.1) Zuständigkeit
    2. 17.2 (16.2) Berichtigung der Einfuhrsteuer
    3. 17.3 (16.3) Erstattung der Einfuhrsteuer; Rückgegenstände
    4. 17.4 (16.4) Zur vorübergehenden Ein- oder Ausfuhr bestimmte Gegenstände
      1. 17.4.1 (16.4.1) Gegenstände zur Veredelung (Bearbeitung, Verarbeitung und Ausbesserung)
      2. 17.4.2 (16.4.2) Gegenstände zur Verwendung
  18. 18 (17) Zuteilung der Saldosteuersätze
    1. 18.1 (17.1) Grundsätzliches
    2. 18.2  (17.2) 10%-Regel bei der Zuteilung der Saldosteuersätze
      1. 18.2.1  (17.2.1) Zuteilung der Saldosteuersätze bei zwei steuerbaren Tätigkeiten
      2. 18.2.2 (17.2.2) Zuteilung der Saldosteuersätze bei drei oder mehr steuerbaren Tätigkeiten
    3. 18.3 (17.3) 50 %-Regel bei der Zuteilung der Saldosteuersätze für Mischbranchen
    4. 18.4 (17.4) Sonderregelung für Imbissbars / Imbissstände mit Konsumationseinrichtung und für bestimmte Anlässe (Art. 90 Abs. 3 MWSTV)
  19. 19 (18) Saldosteuersätze nach Branchen und Tätigkeiten: Gliederung nach Saldosteuersätzen
    1. 19.1 (18.1) Saldosteuersatz 0,1 %
    2. 19.2 (18.2) Saldosteuersatz 0,6 %
    3. 19.3 (18.3) Saldosteuersatz 1,3 %
    4. 19.4 (18.4) Saldosteuersatz 2,1 %
    5. 19.5 (18.5) Saldosteuersatz 2,9 %
    6. 19.6 (18.6) Saldosteuersatz 3,7 %
    7. 19.7 (18.7) Saldosteuersatz 4,4 %
    8. 19.8 (18.8) Saldosteuersatz 5,2 %
    9. 19.9 (18.9) Saldosteuersatz 6,1 %
    10. 19.10 (18.10) Saldosteuersatz 6,7 %
  20. 20 (19) Saldosteuersätze nach Branchen und Tätigkeiten: Alphabetische Gliederung
  21. 21 (20) Muster des Abrechnungsformulars
  22. 22 (21) Anleitung zum Ausfüllen des Abrechnungsformular(s
    1. 22.1 (21.1) Was ist die Steuerperiode?
    2. 22.2 (21.2) Was ist hinsichtlich der Abrechnungsart zu beachten?
    3. 22.3 (21.3) Welche Vorschriften bestehen hinsichtlich der Einreichung der MWST-Abrechnung?
    4. 22.4 (21.4) Wann und in welcher Form hat die Entrichtung der Steuer zu erfolgen?
    5. 22.5 (21.5) Wie ist das Vorgehen bei einem Überschuss zugunsten der steuerpflichtigen Person?
    6. 22.6 (21.6) Wie ist bei Korrekturen von Mängeln in der MWST-Abrechnung vorzugehen?
  23. 23 (22) Muster der Unterstellungserklärung (Form. Nr. 1198)
  24. 24 (23) Muster des Beiblattes Export zur Saldosteuersatz-Abrechnung (Form. Nr. 1050)
  25. 25 (24) Muster des Beiblattes zur Anrechnung der fiktiven Vorsteuer zur Saldosteuersatz-Abrechnung (Form. Nr. 1055)

Die SSS-Methode in Kürze: 

Saldosteuersätze (SSS) sind Branchensätze, welche die Abrechnung mit der ESTV wesentlich vereinfachen, weil die Vorsteuern nicht ermittelt werden müssen. Die geschuldete Steuer wird bei Anwendung dieser Methode mittels Multiplikation des Umsatzes (inkl. MWST) mit dem entsprechenden von der ESTV bewilligten SSS berechnet. Zudem ist die Bezugsteuer (insbesondere beim Bezug von Dienstleistungen von Unternehmen mit Sitz im Ausland) zum gesetzlichen Satz zu entrichten. Weil es sich um eine vereinfachte Abrechnungsmethode handelt, kann aufgrund besonderer Situationen die geschuldete Steuer höher oder niedriger sein als bei Abrechnung mittels der effektiven Methode.

Die SSS-Methode kann nur von steuerpflichtigen Personen angewendet werden, welche jährlich höchstens 5,02 Mio. Franken Umsatz aus steuerbaren Leistungen erwirtschaften und im gleichen Zeitraum nicht mehr als 109'000 Franken Steuern, berechnet mit dem für sie massgebenden Saldosteuersatz, zu bezahlen haben.

Der von der steuerpflichtigen Person anzuwendende SSS bestimmt sich aufgrund der Art der Leistungen, welche von ihr erbracht werden. Die Höhe der SSS basiert auf der typischen Kostenstruktur einer entsprechenden Leistung. Je grösser die in den Waren, Dienstleistungen, Betriebsmitteln und Investitionsgütern enthaltene Vorsteuer ist, desto niedriger ist der SSS. Die Nettosteuerschuld weicht deshalb längerfristig nicht oder nur geringfügig ab von jener bei Anwendung der effektiven Abrechnungsmethode (MWST auf Umsatz und Abzug der angefallenen Vorsteuern).

Steuerpflichtige Personen, die die SSS-Methode anwenden wollen, müssen dies der ESTV schriftlich mitteilen. Die ESTV bewilligt ihnen höchstens zwei SSS. Die Abrechnung mit der ESTV erfolgt halbjährlich.

In ihren Rechnungen gegenüber den Kunden muss die steuerpflichtige Person die Steuer zum gesetzlichen Steuersatz ausweisen.

Weitergehende Informationen zur SSS-Methode:

  • Beginn und Ende der Unterstellung unter die SSS-Methode ( Ziff. 2 und 3);

  • Abrechnung der Bezugsteuer ( Ziff. 5);

  • Übernahme eines Vermögens im Meldeverfahren ( Ziff. 6.2);

  • Exporte und Leistungen im Ausland ( Ziff. 10);

  • Leistungen an internationale Organisationen und die Diplomatie ( Ziff. 11);

  • Verfahren zur Anrechnung der fiktiven Vorsteuer beim Wiederverkauf von Gebrauchtgegenständen ( Ziff. 12);

  • Einfuhrsteuer/vorübergehende Ein- oder Ausfuhr ( Ziff. 16).

(1) Allgemeines zur SSS-Methode 

(1.1) Rechtliche Grundlagen 

Die Grundzüge der SSS-Methode werden in Artikel 37 Absätze 1 - 4 und Artikel 35 Absatz 1 Buchstabe b MWSTG sowie in den Artikeln 77 - 96 MWSTV geregelt. 

(1.2) Grundsätzliches 

SSS sind Branchensätze, welche im Sinne einer Pauschale die gesamte Vorsteuer berücksichtigen, die in den Bezügen von Waren, Dienstleistungen, Betriebsmitteln und Investitionsgütern sowie in den Gemeinkosten enthalten ist. Die Nettosteuerschuld weicht somit längerfristig von jener nach der effektiven Abrechnungsmethode (Berechnung der MWST auf dem Umsatz und Abzug der Vorsteuer) nicht oder nur geringfügig ab. Betriebsindividuelle SSS werden hingegen nicht bewilligt. 

!  Mit Anwendung der SSS-Methode werden administrative Arbeiten hinsichtlich Buchhaltung und MWST-Abrechnung wesentlich vereinfacht. Die Ermittlung der Vorsteuer entfällt und die MWST wird nur halbjährlich statt vierteljährlich abgerechnet. 

Die SSS werden in der MWST-Abrechnung im Sinne von Multiplikatoren angewandt, d.h. das Total der steuerbaren Umsätze einschliesslich MWST wird deklariert und für die Berechnung der MWST mit dem SSS multipliziert. 

In den Rechnungen an die Kunden sind aber nicht die von der ESTV bewilligten SSS, sondern die geltenden gesetzlichen Steuersätze anzugeben, d.h. der Normalsatz, der reduzierte Satz oder der Sondersatz ( Ziff. 13). 

Beispiel 
Der Architektin Nadine Meyer wurde der SSS von 6,1 % bewilligt. Im ersten Halbjahr ihrer Unterstellung hat sie 216'000 Franken inklusive 8,0 % MWST vereinnahmt. Sie deklariert den Umsatz von 216'000 Franken in der Semesterabrechnung und multipliziert ihn mit dem SSS von 6,1 %. Dies ergibt eine geschuldete MWST von 13'176.00 Franken. Es sind keine weiteren Rechenoperationen notwendig. Die Ermittlung der Vorsteuer entfällt. 

(1.3) Wer kann die SSS-Methode anwenden? 

Steuerpflichtige Personen mit einem massgebenden Jahresumsatz aus steuerbaren Leistungen bis zu 5,02 Mio. Franken (inkl. MWST) und Steuern von nicht mehr als 109'000 Franken pro Jahr, berechnet mit dem für sie massgebenden Saldosteuersatz, können mit der SSS-Methode abrechnen

Die steuerpflichtigen Personen, die von der Abrechnung mit SSS ausgeschlossen sind, werden in Artikel 77 Absatz 2 MWSTV abschliessend aufgeführt. Es sind dies steuerpflichtige Personen, die

  • gestützt auf Artikel 37 Absatz 5 MWSTG nach der Pauschalsteuersatzmethode abrechnen können;

  • das Verlagerungsverfahren nach Artikel 63 MWSTG anwenden;

  • die Gruppenbesteuerung nach Artikel 13 MWSTG anwenden;

  • ihren Sitz oder eine Betriebsstätte in den Talschaften Samnaun oder Sampuoir haben;

  • mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes aus Leistungen an eine andere steuerpflichtige, nach der effektiven Methode abrechnende Person erzielen und diese gleichzeitig beherrschen oder von dieser beherrscht werden.

(1.3.1) Massgebender Umsatz für die Umsatzlimite

Zu berücksichtigen sind gestützt auf Artikel 77 Absatz 1 MWSTV: 
  • Steuerbare Lieferungen im Inland (einschliesslich Lieferungen ins Ausland); 
  • steuerbare Dienstleistungen, bei denen der Ort im Inland liegt (einschliesslich steuerbefreite Dienstleistungen). 
Bei Anwendung des besonderen Verfahrens zur Abgeltung der fiktiven Vorsteuer nach Artikel 90 Absatz 2 MWSTV zählt der erzielte Verkaufserlös zum massgebenden Umsatz für die Umsatzlimite ( Ziff. 12). 

(1.3.2) Berechnung der Steuerschuld 

Der gesamte für die Umsatzlimite massgebende Umsatz inklusive MWST  Ziff. 1.3.1) wird mit dem für die betreffende Branche geltenden SSS multipliziert (Art. 37 Abs. 1 MWSTG). 

(1.3.3) Vorgehen bei Aufnahme der Geschäftstätigkeit 

Wer infolge Aufnahme einer Tätigkeit als steuerpflichtige Person eingetragen wird, kann mit SSS abrechnen, sofern

  • der für die ersten zwölf Monate nach Aufnahme der Tätigkeit erwartete massgebende Umsatz nicht mehr als 5,2 Mio. Franken beträgt; und

  • die mit dem massgebenden SSS berechnete Steuerschuld 109'000 Franken nicht übersteigt (Art. 78 Abs. 2 MWSTV).

(1.3.4) Option für die Versteuerung ausgenommener Leistungen 

Steuerpflichtige Personen, die mit der SSS-Methode abrechnen, können nicht für die Versteuerung ausgenommener Leistungen nach Artikel 21 Absatz 2 Ziffern 1 - 25, 27 und 29 MWSTG optieren (Art. 77 Abs. 3 MWSTV).

(1.3.5) Verkäufe von Betriebsmitteln und Anlagegütern 

Verkäufe von Betriebsmitteln und Anlagegütern, die nicht ausschliesslich zur Erbringung von Leistungen, die von der Steuer ausgenommen sind, eingesetzt wurden, sind zum bewilligten SSS zu versteuern. Rechnet die steuerpflichtige Person mit zwei SSS ab und wurde das Betriebsmittel beziehungsweise das Anlagegut für beide Tätigkeiten verwendet, so sind die Entgelte zum höheren SSS abzurechnen. 

(2) Beginn der Unterstellung unter die SSS-Methode 

(2.1) Neu steuerpflichtige Personen 

(2.1.1) Wie erfolgt die Unterstellung unter die SSS-Methode? 

Steuerpflichtige Personen, die ab Beginn ihrer Steuerpflicht mit SSS abrechnen wollen, haben dies der ESTV innert 60 Tagen nach Zustellung der MWST-Nummer schriftlich mitzuteilen (Art. 78 Abs. 1 MWSTV).

Erfolgt diese Meldung nicht bereits mit Hilfe der Unterstellungserklärung ( Anhang V.; Form. Nr. 1198), so sendet die ESTV der steuerpflichtigen Person in der Folge ein solches Formular zum Ausfüllen und zur Unterschrift zu. Nach Eingang des Formulars legt die ESTV die anzuwendenden SSS fest und stellt die Unterstellungsklärung der steuerpflichtigen Person wieder zu. 

!  Will die steuerpflichtige Person nicht ab Beginn der Steuerpflicht mit der SSS-Methode abrechnen oder erfolgt die schriftliche Mitteilung zu spät, muss sie mindestens drei ganze Jahre (Art. 78 Abs. 3 MWSTV) nach der effektiven Methode abrechnen. Nach Ablauf der Dreijahresfrist ist ein Wechsel der Abrechnungsmethode jeweils auf den Beginn einer Steuerperiode möglich.

(2.1.2) Warenlager, Betriebsmittel und Anlagegüter 

Die bei Beginn der Steuerpflicht auf dem Warenlager, den Betriebsmitteln und den Anlagegütern lastende MWST wird mit der Anwendung der SSSMethode berücksichtigt. Eine Einlageentsteuerung kann nicht vorgenommen werden (Art. 78 Abs. 5 MWSTV). 

(2.1.3) Debitoren und Kreditoren 

Auf Debitoren, die zu Beginn der Steuerpflicht bereits bestehen und nachgewiesen sind, ist keine MWST abzurechnen. 

Die MWST auf Kreditoren, die zu Beginn der Steuerpflicht bereits bestehen, kann nicht geltend gemacht werden. 

(2.2) Wechsel von der effektiven Abrechnungsmethode zur SSS-Methode 

(2.2.1) Bedingungen

Ein Wechsel von der effektiven Abrechnungsmethode zur SSS-Methode ist grundsätzlich möglich: 
  • Frühestens nach drei ganzen Jahren
  • immer nur auf Beginn einer Steuerperiode.
Ein Wechsel ist aber auch möglich, wenn die ESTV den SSS der betreffenden Branche beziehungsweise Tätigkeit ändert. Steuerpflichtige Personen, die diese Tätigkeit im Zeitpunkt der Änderung ausüben, können sich der SSS-Methode unterstellen. In der Steuerperiode vor dem Wechsel darf weder die Umsatz- noch die Steuerschuld-Limite überschritten sein (Art. 79 Abs. 2 MWSTV).

(2.2.2) Fristen 

Die schriftliche Meldung an die ESTV hat spätestens 60 Tage nach Beginn der Steuerperiode zu erfolgen, ab der die steuerpflichtige Person mit der SSS-Methode abrechnen will (Art. 79 Abs. 1 MWSTV). Bei verspäteter Meldung erfolgt der Wechsel auf den Beginn der nachfolgenden Steuerperiode. 

(2.2.3) Warenlager, Betriebsmittel und Anlagegüter 

Bei einem Wechsel von der effektiven Abrechnungsmethode zur SSS-Methode erfolgen keine Korrekturen auf dem Warenlager, den Betriebsmitteln und den Anlagegütern. 

(2.2.4) Debitoren und Kreditoren (Art. 79 Abs. 4 MWSTV) 

Bei einem Wechsel von der effektiven Abrechnungsmethode zur SSS-Methode erfolgt keine Steuerkorrektur auf den Debitoren und Kreditoren, sofern nicht gleichzeitig die Abrechnungsart gemäss Artikel 39 MWSTG (von vereinbarten zu vereinnahmten Entgelten oder umgekehrt) geändert wird: 


Erfolgt mit dem Wechsel von der effektiven Abrechnungsmethode zur SSS-Methode gleichzeitig ein Wechsel der Abrechnungsart gemäss Artikel 39 MWSTG sind folgende Korrekturen vorzunehmen: 


(3) Beendigung der Unterstellung unter die SSS-Methode 

(3.1) Ende der Steuerpflicht 

Stellt eine nach der SSS-Methode abrechnende steuerpflichtige Person ihre Geschäftstätigkeit ein, so meldet sie sich bei der ESTV und lässt sich aus dem MWST-Register löschen. Eine solche Meldung ist auch durch steuerpflichtige Personen vorzunehmen, deren Umsatz aus steuerbaren Leistungen unter die Grenze von 100'000 Franken fällt, und die nicht auf die Befreiung von der Steuerpflicht nach Artikel 11 Absatz 1 MWSTG verzichten. 

Die bis zur Löschung aus dem MWST-Register erzielten Umsätze (einschliesslich der noch nicht fakturierten angefangenen Arbeiten) sind mit den bewilligten SSS abzurechnen. Gleiches gilt für die Debitoren, falls nach vereinnahmten Entgelten abgerechnet wird.

Korrekturen auf den Warenvorräten, Betriebsmitteln und Anlagegütern erfolgen grundsätzlich keine. Unter Umständen ist jedoch auf dem Zeitwert der unbeweglichen Gegenstände die Steuer zum Normalsatz abzurechnen (Art. 82 Abs. 2 MWSTV und  Ziff. 9). 

(3.2) Wechsel von der SSS-Methode zur effektiven Abrechnungsmethode 

(3.2.1) Freiwillige und zwingende Wechsel 

Ein Wechsel von der SSS-Methode zur effektiven Abrechnungsmethode ist frühestens möglich: 
  • Nach einem Jahr
  • immer nur auf den Beginn einer Steuerperiode. 
Folgen einer Überschreitung der Umsatz- und/oder der Steuerschuldlimite (Art. 81 MWSTV): 


(3.2.2) Fristen 

Steuerpflichtige Personen, die von der SSS-Methode zur effektiven Abrechnungsmethode wechseln wollen, müssen dies der ESTV bis spätestens 60 Tage nach Beginn der Steuerperiode schriftlich melden, ab der sie effektiv abrechnen wollen (Art. 81 Abs. 1 MWSTV). 

Bei verspäteter Meldung erfolgt der Wechsel auf den Beginn der nachfolgenden Steuerperiode. 

(3.2.3) Warenlager, Betriebsmittel und Anlagegüter 

Beim Wechsel zur effektiven Abrechnungsmethode erfolgen keine Korrekturen auf dem Warenlager, den Betriebsmitteln und den Anlagegütern (Art. 81 Abs. 5 MWSTV). 

(3.2.4) Debitoren und Kreditoren (Art. 81 Abs. 6 MWSTV) 

Bei einem Wechsel von der SSS-Methode zur effektiven Abrechnungsmethode erfolgt keine Steuerkorrektur auf den Debitoren und Kreditoren, sofern nicht gleichzeitig die Abrechnungsart gemäss Artikel 39 MWSTG (von vereinbarten zu vereinnahmten Entgelten oder umgekehrt) geändert wird: 


Erfolgt mit dem Wechsel von der SSS-Methode zur effektiven Abrechnungsmethode gleichzeitig ein Wechsel der Abrechnungsart gemäss Artikel 39 MWSTG sind folgende Korrekturen vorzunehmen: 


(3.3) Widerhandlungen 

Steuerpflichtigen Personen, denen die Anwendung der SSS-Methode aufgrund falscher Angaben gewährt wurde, kann die ESTV die Bewilligung rückwirkend bis auf den Zeitpunkt der Gewährung dieser Abrechnungsmethode entziehen (Art. 80 MWSTV).

(4) Übernahme eines Unternehmens mit Aktiven und Passiven

Übernimmt ein steuerpflichtiges Unternehmen ein anderes steuerpflichtiges Unternehmen mit Aktiven und Passiven, gelten betreffend der Debitoren und Kreditoren die gleichen Regeln wie bei einem Wechsel von der effektiven Abrechnungsmethode zur SSS-Methode ( Ziff. 2.2.4) resp. von der SSS-Methode zur effektiven Abrechnungsmethode ( Ziff. 3.2.4). 

Beispiel 
Das Einzelunternehmen Peter Muster rechnet nach vereinnahmten Entgelten und seit 1. Januar 2001 mit der effektiven Methode ab. Per 1. Juni 2011 wird es in die Peter Muster AG überführt, die nach vereinnahmten Entgelten und nach der SSS-Methode abrechnet. Es sind keine Korrekturen vorzunehmen. Die Peter Muster AG muss alle ab dem 1. Juni 2011 vereinnahmten Entgelte mit dem bewilligten SSS abrechnen. 

(5) Abrechnung der Bezugsteuer

Wer Leistungen bezieht, die der Bezugsteuer nach den Artikeln 45 - 49 MWSTG unterliegen, hat diese halbjährlich in der MWST-Abrechnung unter Ziffer 381 zum entsprechenden gesetzlichen Steuersatz - d. h. in aller Regel zum Normalsatz - zu deklarieren (Art. 91 MWSTV,  Ziff. 1.3 von Anhang IV. und MWST-Info Bezugsteuer). 

(6) Eigenverbrauch (Art. 83 Abs. 1 Bst. b und Art. 92 MWSTV) 

(6.1) Grundsatz

Der Eigenverbrauch nach Artikel 31 MWSTG ist - mit Ausnahme von Artikel 83 Absatz 1 Buchstabe b MWSTV ( Ziff. 6.2) - mit der Anwendung der SSS-Methode berücksichtigt.

(6.2) Übernahme eines Vermögens mit Meldeverfahren 

Verwendet eine nach der SSS-Methode abrechnende steuerpflichtige Person ein mit Meldeverfahren nach Artikel 38 MWSTG übernommenes Gesamt- oder Teilvermögen nicht oder zu einem geringeren Anteil als der Veräusserer für eine Tätigkeit mit Anspruch zum Vorsteuerabzug, so ist wie folgt vorzugehen: 
  • Rechnet der Veräusserer ebenfalls nach der SSS-Methode ab, so sind keine Korrekturen vorzunehmen. 
  • Rechnet jedoch der Veräusserer mit der effektiven Methode ab, schuldet der Erwerber auf demjenigen Teil des übernommenen Vermögens, der neu für eine Tätigkeit ohne Anspruch auf Vorsteuerabzug verwendet wird, Eigenverbrauch im Sinne von Artikel 31 MWSTG unter Berücksichtigung von Artikel 38 Absatz 4 MWSTG. Dieser Eigenverbrauch kann nicht im Abrechnungsformular deklariert werden, sondern ist der ESTV brieflich oder per E-Mail zu melden. 
Verwendet die mit der SSS-Methode abrechnende steuerpflichtige Person ein mit Meldeverfahren nach Artikel 38 MWSTG übernommenes Gesamt- oder Teilvermögen zu einem grösserem Anteil als der Veräusserer für eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Tätigkeit, so kann keine Korrektur vorgenommen werden.

Beispiel 
Die Linda AG veräussert ein Teilvermögen, das sie vollständig zur Erbringung steuerbarer Leistungen verwendet hat, an die mit der SSS-Methode abrechnende Heinz GmbH und muss hierfür das Meldeverfahren gemäss Artikel 38 MWSTG anwenden. Die Heinz GmbH verwendet das Teilvermögen zur Erbringung von ausgenommenen Leistungen.
  • Rechnet die Linda AG auch nach der SSS-Methode ab, braucht die übernehmende Heinz GmbH keinen Eigenverbrauch abzurechnen. 
  • Rechnet die Linda AG nach der effektiven Methode ab, schuldet die Heinz GmbH Eigenverbrauch und zwar auf dem gesamten Wert des Teilvermögens, weil es vor dem Verkauf vollständig für steuerbare Zwecke verwendet wurde und nach dem Verkauf vollständig zur Erbringung von ausgenommenen Leistungen verwendet wird.

(7) Leistungen an eng verbundene Personen (Art. 3 Bst. h MWSTG und Art. 94 MWSTV) 

Leistungen an eng verbundene Personen gemäss Artikel 3 Buchstabe h MWSTG sind - unter Vorbehalt der Ziffern 8 und 9 - wie folgt zu behandeln: 


(8) Leistungen an das Personal 


(9) Korrekturen bei unbeweglichen Gegenständen (Art. 82 Abs. 2 und Art. 93 MWSTV) 

Wird ein unbeweglicher Gegenstand (Gebäude oder Gebäudeteil), der für eine Tätigkeit mit Anspruch auf Vorsteuerabzug verwendet wurde, neu endgültig für eine von der Steuer ausgenommene Tätigkeit oder nicht mehr im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit verwendet, so ist auf dem Zeitwert die Steuer zum aktuellen Normalsatz geschuldet, wenn die steuerpflichtige Person
  • den unbeweglichen Gegenstand erworben, erbaut oder umgebaut hat, als sie nach der effektiven Methode abrechnete, und sie den Vorsteuerabzug vorgenommen hat; oder
  • den unbeweglichen Gegenstand in der Zeit, in der sie die SSS-Methode angewendet hat, mit Meldeverfahren von einer nach der effektiven Methode abrechnenden steuerpflichtigen Person erworben hat. 
Zur Ermittlung des Zeitwerts des unbeweglichen Gegenstandes ist pro Jahr eine Abschreibung von 5 % vorzunehmen. In der ersten Steuerperiode der Ingebrauchnahme ist der Wertverlust für die ganze Steuerperiode zu berücksichtigen. In der letzten noch nicht abgelaufenen Steuerperiode ist hingegen keine Abschreibung vorzunehmen, ausser die Ausscheidung erfolgt am letzten Tag der Steuerperiode. 

Wurde der unbewegliche Gegenstand von der steuerpflichtigen Person erworben, erbaut oder umgebaut, als sie nach der effektiven Methode abgerechnet und den Vorsteuerabzug vorgenommen hat, beginnt die Frist von 20 Jahren ab diesem Zeitpunkt zu laufen. 

Hat die steuerpflichtige Person den unbeweglichen Gegenstand mit Meldeverfahren von einer effektiv abrechnenden Person übernommen, als sie nach der SSS-Methode abrechnete, wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass der unbewegliche Gegenstand steuerentlastet ist und die Frist von 20 Jahren beginnt ab diesem Zeitpunkt an zu laufen. Die steuerpflichtige Person kann allerdings den Gegenbeweis erbringen (s. Beispiel 2). 

Diese Korrektur kann nicht im Abrechnungsformular vorgenommen werden, sondern ist der ESTV brieflich oder per E-Mail zu melden. 

Beispiel 1 
Effektiver Vorsteuerabzug und Verwendung für private Zwecke
Philipp Schneider (Einzelfirma) rechnete von 1995 bis Ende 2009 nach der effektiven Methode ab. Per 1. Oktober 2000 erstellte er für 1 Mio. Franken ein Bürogebäude (ohne Wert des Bodens), das er vollumfänglich für steuerbare Zwecke einsetzte. Er zog deshalb die Vorsteuer vollumfänglich ab. Auf den 1. Januar 2010 wechselte er zur SSS-Methode. Per 30. November 2011 geht das Gebäude in den Privatbesitz von Philipp Schneider über. Im Zeitpunkt dieser Ausscheidung ins Privatvermögen ist das Gebäude somit steuerunbelastet. Auf dem Zeitwert von 450'000 Franken (9/20 von CHF 1 Mio.) ist deshalb die Steuer zum Satz von 8,0 % geschuldet. 

Beispiel 2 
Übernahme mit Meldeverfahren und Verkauf des Gebäudes 
Philipp Schneider (Einzelfirma) rechnet nach der SSS-Methode ab. Per 1. Oktober 2000 übernahm er für 1 Mio. Franken (ohne Wert des Bodens) von der Alpha AG, welche nach der effektiven Methode abrechnete, ein Bürogebäude mit Meldeverfahren, das er für steuerbare Zwecke einsetzte. Per 30. November 2011 geht das Gebäude in den Privatbesitz von Philipp Schneider über. Im Zeitpunkt dieser Ausscheidung muss Philipp Schneider grundsätzlich auf dem Zeitwert von 450'000 Franken (9/20 von CHF 1 Mio.) die Steuer zum Satz von 8,0 % abliefern. Da Philipp Schneider jedoch nachweisen kann, dass die Alpha AG das Bürogebäude im September 1998 mit Meldeverfahren von einer nach der effektiven Methode abrechnenden Person übernommen und anschliessend zu 50 % für von der Steuer ausgenommene Zwecke verwendet hat, muss er nur auf 175'000 Franken (7/20 von CHF 500'000) die Steuer zum Satz von 8,0 % abliefern. 

(10) Exporte und Leistungen im Ausland

(10.1) Standard-Verfahren für Steueranrechnung bei Exporten 

Die Umsätze aus der Ausfuhr von Gegenständen sind unter Ziffer 200 der MWST-Abrechnung zu deklarieren und unter Ziffer 321 beziehungsweise 331 mit dem bewilligten SSS zu versteuern.

Die infolge des Exports eintretende Steuerbefreiung kann mit Hilfe des Beiblatts Export zur Saldosteuersatz-Abrechnung ( Anhang VI., Form. Nr. 1050) erwirkt werden. Voraussetzung ist, dass der Gegenstand steuerbelastet bezogen oder selbst hergestellt wurde. Das Formular Nr. 1050 kann entweder direkt bei der ESTV bezogen oder auf ihrer Homepage abgerufen werden. 

Im Formular sind die Details zu den Exportleistungen aufzulisten und die auf den Einnahmen in Schweizerfranken lastende MWST mit dem entsprechenden Multiplikator auszurechnen. Das Total der MWST kann unter Ziffer 470 der MWST-Abrechnung in Abzug gebracht werden. Dieses Beiblatt ist der ESTV zusammen mit der MWST-Abrechnung einzureichen.

(10.2) Vereinfachtes Verfahren für Steueranrechnung bei Exporten 

Es ist zulässig, die unter Ziffer 200 des Abrechnungsformulars deklarierten Exportumsätze unter Ziffer 220 in Abzug zu bringen. Damit verzichtet die steuerpflichtige Person jedoch unwiderruflich auf die Abgeltung der Vorsteuer. Eine Steueranrechnung unter Ziffer 470 der MWST-Abrechnung ist in diesem Falle nicht mehr möglich.
 

(10.3) Leistungen im Ausland / Beförderungen von Gegenständen über die Grenze usw. 

Die folgenden Leistungen sind unter Ziffer 200 der MWST-Abrechnung zu deklarieren und können unter folgenden Ziffern in Abzug gebracht werden:
 
! Das Formular Nr. 1050 ist in diesen Fällen nicht anwendbar, d.h. eine Abgeltung der Vorsteuer unter Ziffer 470 der MWST-Abrechnung ist nicht möglich. 

(11) Leistungen an internationale Organisationen und die Diplomatie

Leistungen an institutionelle Begünstigte und begünstigte Personen nach Artikel 143 MWSTV sind - sofern das entsprechende, vollständig ausgefüllte amtliche Formular der ESTV (Nr. 1070 - 1079) vorliegt - von der Steuer befreit (Art. 143 - 150 MWSTV).
 
Umsätze aus Leistungen im Inland sowie aus Leistungen ins Ausland sind in der MWST-Abrechnung wie Exporte zu behandeln ( Ziff.10.1 und 10.2). Bei Umsätzen aus Leistungen im Ausland (Ausland-Ausland) und aus Beförderungen über die Grenze ist eine Steueranrechnung mit Formular Nr. 1050 nicht möglich. Es ist das vereinfachte Verfahren anzuwenden ( Ziff. 10.2 und 10.3).
! Die Option für die Versteuerung der in Artikel 21 Absatz 2 Ziffern 20 und 21 MWSTG genannten Leistungen gegenüber begünstigten Einrichtungen ist bei Anwendung der SSS-Methode nicht möglich.

(12) Verfahren zur Anrechnung der fiktiven Vorsteuer beim Wiederverkauf von Gebrauchtgegenständen 

(12.1) Allgemeine Bestimmungen

Wer nach der effektiven Methode abrechnet und einen gebrauchten individualisierbaren beweglichen Gegenstand ohne MWST-Belastung für die Lieferung an einen Leistungsempfänger im Inland bezieht, kann gemäss Artikel 28 Absatz 3 MWSTG einen fiktiven Vorsteuerabzug vornehmen.
 
Steuerpflichtigen Personen, die sich der SSS-Methode unterstellt haben, stellt die ESTV die unter Ziffer 12.2 umschriebene Methode zur Verfügung.
 
Als Gebrauchtgegenstand gilt ein gebrauchter individualisierbarer beweglicher Gegenstand, der in seinem derzeitigen Zustand oder nach seiner Instandsetzung erneut verwendbar ist und dessen Teile nicht unabhängig voneinander veräussert werden. Nicht als Gebrauchtgegenstände gelten Edelmetalle und Edelsteine (Art. 62 Abs. 2 MWSTV).

(12.2) Voraussetzungen und Verfahren 

Das Verfahren kann angewandt werden, wenn
  • der Gegenstand für den Wiederverkauf bezogen wurde; und
  • der Leistungsempfänger den Sitz im Inland hat. Wird der Gegenstand exportiert, kommen die Bestimmungen von Ziffer 10 zur Anwendung.
! Nicht anwendbar ist das Verfahren bei gebrauchten Automobilen bis 3'500 kg Gesamtgewicht, und zwar auch dann, wenn die ESTV der steuerpflichtigen Person nicht den SSS von 0,6 % für "Auto- Occasionen bis 3,5 t: Handel" bewilligt hat, sowie in all jenen Fällen, in denen nach Artikel 28 Absatz 3 MWSTG i.V.m. Artikel 63 Absatz 3 MWSTV der fiktive Vorsteuerabzug bei effektiver Abrechnungsmethode ausgeschlossen ist.
Ob der Gegenstand von einer steuerpflichtigen oder einer nicht steuerpflichtigen Person bezogen wurde, spielt keine Rolle.
 
Bei diesem Verfahren hat die steuerpflichtige Person über die betreffenden Gegenstände eine Einkaufs- und Verkaufskontrolle zu führen. Negative Margen können dabei mit positiven Margen verrechnet werden (s. nachstehendes Beispiel).
 
Eine vorübergehende Verwendung bis maximal 6 Monate schliesst die Anwendung des Verfahrens nicht aus. Für die vorübergehende Verwendung ist zudem keine Korrektur nach Artikel 31 Absatz 4 MWSTG vorzunehmen. Eine allfällige zwischenzeitliche Vermietung ist hingegen zum bewilligten SSS abzurechnen.
 
Vorgehen:
  • In einem ersten Schritt wird für die in dieser Abrechnungsperiode verkauften Gebrauchtgegenstände der Gesamtumsatz und die Gesamtmarge ermittelt. Dabei können negative und positive Margen verrechnet werden. Zu diesem Zweck sind alle derartigen Gegenstände in einer Liste einzeln aufzuführen.
  • In einem zweiten Schritt werden die Umsätze vollumfänglich unter Ziffer 200 deklariert und unter Ziffer 321 beziehungsweise 331 der MWST-Abrechnung mit dem bewilligten SSS versteuert.
  • Anschliessend ist das Formular Nr. 1055 ( Anhang VII. und nachstehendes Beispiel) vollständig auszufüllen und rechtsverbindlich zu unterzeichnen. Mit diesem Formular wird die Differenz ermittelt zwischen der mit dem bewilligten SSS auf dem Umsatz abgerechneten MWST und der mit dem SSS von 6,7 % auf der Marge berechneten MWST. Bei gebrauchten individualisierbaren Büchern, Zeitungen und Zeitschriften gemäss Artikel 25 Absatz 2 Buchstabe a Ziffer 9 MWSTG kommt der SSS von 2,1 % zur Anwendung. Der Differenzbetrag wird alsdann in der MWST-Abrechnung unter Ziffer 471 in Abzug gebracht. Das Formular Nr. 1055 ist bei der ESTV zu beziehen oder auf ihrer Homepage abrufbar.
Durch dieses Vorgehen wird sichergestellt, dass die fiktive Vorsteuer angerechnet wird.
 
Beispiel
Die Muster AG betreibt Handel mit Radio-, TV-, Video- und Hifi-Apparaten (SSS: 2,1 %) und rechnet nach vereinnahmten Entgelten ab. Im ersten Semester 2011 erzielt sie einen Umsatz von 200’000 Franken aus dem Verkauf von neuen Geräten und einen Umsatz von 19’700 Franken aus dem Verkauf von gebrauchten Geräten (Gesamtankaufspreis: CHF 16’900). Alle Gegenstände werden an Empfänger mit Sitz im Inland verkauft. Die Muster AG listet zunächst alle Gegenstände einzeln wie folgt auf:
 
Sie füllt anschliessend das Formular Nr. 1055 wie folgt aus und legt es der MWST-Abrechnung für das 1. Halbjahr 2011 bei:
 
 
In der MWST-Abrechnung deklariert die Muster AG den Umsatz von gesamthaft 219'700 (CHF 200’000 + CHF 19’700) Franken unter Ziffer 200. Unter Ziffer 321 versteuert sie die 219’700 Franken zum SSS von 2,1 % und unter Ziffer 471 bringt sie schliesslich 226.10 Franken MWST in Abzug.

(12.3) Gebrauchtgegenstände, die zu einem Gesamtpreis erworben werden

Werden die zu einem Gesamtpreis erworbenen Gebrauchtgegenstände im Inland als Gesamtpaket weiterverkauft, gelten die in Ziffer 12.2 dargelegten allgemeinen Bestimmungen.
 
Über das Vorgehen, wenn die Gebrauchtgegenstände im Inland einzeln weiterverkauft werden, gibt die ESTV auf Anfrage Auskunft.
 
Werden die Gebrauchtgegenstände ins Ausland verkauft: → Ziffer 10.

(13) Rechnungsstellung mit einem zu hohen Satz

Stellt eine mit SSS abrechnende steuerpflichtige Person eine Leistung mit einem zu hohen Satz in Rechnung, so muss sie zusätzlich zu der mit dem SSS berechneten MWST auch die Differenz zwischen der nach dem ausgewiesenen Steuersatz berechneten Steuer und der nach dem Steuersatz nach Artikel 25 MWSTG berechneten Steuer entrichten. Dabei wird das Entgelt als inklusive MWST betrachtet (Art. 96 MWSTV). Die Korrektur kann unterbleiben, wenn die Rechnung korrigiert wird oder wenn die steuerpflichtigen Person nachweist, dass der Leistungsempfänger keinen Vorsteuerabzug vorgenommen hat. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Leistungsempfänger eine Privatperson ist.
 
Beispiel
Eine mit dem SSS von 0,1 % abrechnende Käserei fakturiert Milchprodukte im Betrag von 5’000 Franken an die Detailhandels AG mit 8,0 % statt mit 2,5 % MWST. Zusätzlich zu der mit dem SSS von 0,1 % berechneten MWST von 5 Franken hat sie der ESTV auch noch 4,9684 % (7,4074 % [Multiplikator von 8,0 %] abzüglich 2,4390 % [Multiplikator von 2,5 %]) von 5’000 Franken, also 248.40 Franken zu entrichten.

(14) Buchführung

Steuerpflichtige Personen, denen zwei verschiedene SSS bewilligt wurden ( Ziff. 17), müssen die Erträge für jeden der beiden Steuersätze separat verbuchen (Art. 84 Abs. 3 MWSTV), also für jede Ertragsart ein separates Ertragskonto führen.

(15) Schadenfälle / Versicherungsleistungen

Ersetzen Versicherungsgesellschaften den Versicherten, die mit SSS abrechnen, den Schaden exklusiv MWST (d.h. ohne die den Versicherten bei der Ersatzbeschaffung fakturierte MWST), können die steuerpflichtigen Personen diese MWST weder in ihrer MWST-Abrechnung in Abzug bringen noch wird ihnen die ESTV hierfür eine Gutschrift erteilen. Es handelt sich dabei um eine privatrechtliche Angelegenheit zwischen Versicherer und Versicherten.

(16) Einfuhrsteuer / vorübergehende Ein- oder Ausfuhr

(16.1) Zuständigkeit

Die Einfuhrsteuer wird durch die EZV erhoben. Sie ist für entsprechende Auskünfte sowie für die Berichtigung und Erstattung dieser Steuer zuständig.

(16.2) Berichtigung der Einfuhrsteuer

Wird bei der Einfuhrverzollung der Gegenstände infolge
  • falschem Steuersatz;
  • falscher Berechnungsgrundlage; oder
  • nachträglicher Entgeltsminderung
zu viel Einfuhrsteuer erhoben, kann diese bei der zuständigen Zollkreisdirektion geltend gemacht werden. Dieser Anspruch verjährt fünf Jahre nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem sie erhoben wurde.
 
In der Eingabe hat die steuerpflichtige Person darauf hinzuweisen, dass sie mit der ESTV nach der SSS-Methode abrechnet. Zudem hat sie ein Post- oder Bankkonto zu nennen, auf das die zuviel erhobene Einfuhrsteuer überwiesen werden kann. Solchen Begehren sind das Einfuhrdokument (Veranlagungsverfügung MWST) im Original, in Form einer Kopie oder in Form eines Ausdrucks der elektronischen Datei und eine Kopie des Wertnachweises beizulegen.  

(16.3) Erstattung der Einfuhrsteuer; Rückgegenstände

  • Werden Gegenstände aus dem Ausland unverändert an den Absender im Inland zurückgesandt (ausländischer Leistungsempfänger verweigert Annahme, Lieferung wird infolge Mängelrüge rückgängig gemacht, nach Gebrauch oder Ansicht usw.), erstattet die EZV die bei der Wiedereinfuhr erhobene Einfuhrsteuer auf Gesuch hin. Erfolgen Ausfuhr und Wiedereinfuhr in derselben Abrechnungsperiode, hat die steuerpflichtige Person in ihrer MWST-Abrechnung weder etwas zu deklarieren noch kann sie eine Steueranrechnung vornehmen. Erfolgt die Wiedereinfuhr hingegen nicht in derselben Abrechnungsperiode wie die Ausfuhr und hat die steuerpflichtige Person den Exportumsatz bereits mit dem SSS versteuert sowie die Steueranrechnung nach Ziffer 10.1 oder 10.2 vorgenommen, muss sie in der MWST-Abrechnung für das Halbjahr, in dem die Wiedereinfuhr erfolgt, sowohl Versteuerung als auch Steueranrechnung rückgängig machen.

    Gesuche um Erstattung der bei der Wiedereinfuhr der Gegenstände erhobenen Einfuhrsteuer sind innert fünf Jahren nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem sie erhoben wurde, an die Zollkreisdirektion zu richten, in deren Kreis die Wiedereinfuhr erfolgt ist. Im Gesuch hat die steuerpflichtige Person den Grund der Wiedereinfuhr anzuführen. Zudem hat sie zu bestätigen, dass die Gegenstände infolge der Ausfuhr nicht von der Inlandsteuer befreit worden sind. Auch ein Post- oder Bankkonto ist zu nennen, auf das die zu erstattende Einfuhrsteuer überwiesen werden kann. Den Gesuchen sind ferner das Einfuhr- und Ausfuhrdokument (Veranlagungsverfügung MWST und Ausfuhrveranlagungsverfügung) im Original, in Form einer Kopie oder in Form eines Ausdrucks der elektronischen Datei beizulegen.
  • Exportiert die steuerpflichtige Person zuvor eingeführte Gegenstände infolge Annahmeverweigerung oder Rückgängigmachung der Lieferung, erstattet die EZV die erhobene Einfuhrsteuer auf Gesuch hin. Voraussetzung ist, dass der Gegenstand innert fünf Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Einfuhrsteuer erhoben wurde, ausgeführt und das Erstattungsgesuch bei der Anmeldung zum Ausfuhrverfahren eingereicht wird. Nachträgliche Gesuche können berücksichtigt werden, sofern sie innert 60 Tagen seit Ausstellung der Ausfuhrveranlagungsverfügung (Ausfuhrdokument) erfolgen.

    In den Gesuchen um Erstattung der Einfuhrsteuer hat die steuerpflichtige Person den Grund aufzuführen, der zur Wiederausfuhr der Gegenstände geführt hat. Auch hat sie darauf hinzuweisen, dass sie mit der ESTV nach der SSS-Methode abrechnet. Ferner ist das Post- oder Bankkonto zu nennen, auf das die zu erstattende Einfuhrsteuer überwiesen werden kann. Den Gesuchen sind das Einfuhrdokument (Veranlagungsverfügung MWST) im Original, in Form einer Kopie oder in Form eines Ausdrucks der elektronischen Datei und eine Kopie des Wertnachweises sowie bei nachträglich eingereichten Gesuchen ein Ausfuhrdokument (Ausfuhrveranlagungsverfügung) im Original, in Form einer Kopie oder in Form eines Ausdrucks der elektronischen Datei beizufügen.

(16.4) Zur vorübergehenden Ein- oder Ausfuhr bestimmte Gegenstände

(16.4.1) Gegenstände zur Veredelung (Bearbeitung, Verarbeitung und Ausbesserung)

  • Gegenstände, die zur Lohnveredelung im Rahmen eines Werkvertrags vorübergehend eingeführt werden, sind nach dem Zollverfahren der aktiven Veredelung zu veranlagen. Nur dann ist die vorübergehende Einfuhr von der Einfuhrsteuer befreit. Unterbleibt bei der Einfuhr der Antrag auf Abfertigung nach dem erwähnten Verfahren, erhebt die EZV die Einfuhrsteuer vom Marktwert der Gegenstände am Bestimmungsort im Inland. Eine Erstattung dieser Steuer infolge Ausfuhr der veredelten Gegenstände durch die EZV ist nicht möglich. Wer Gegenstände nach dem Verfahren der aktiven Veredelung veranlagen möchte, benötigt eine Bewilligung der EZV.

  • Gegenstände, die zur Lohnveredelung im Rahmen eines Werkvertrags ausgeführt werden und später an den Absender im Inland zurückgehen, können beim Export nach dem Ausfuhrverfahren veranlagt werden. Wird bei der Wiedereinfuhr belegt, dass die Gegenstände nach diesem Verfahren veranlagt und im Ausland veredelt worden sind (z.B. Aufträge, Rechnungen, Ausfuhrdokument, Speditionsaufträge) und dass sie an den ursprünglichen Absender im Inland zurückgehen, berechnet sich die Einfuhrsteuer vom Entgelt für die im Ausland besorgten Arbeiten am Bestimmungsort im Inland (Veredelungskosten). Unabdingbar ist jedoch, dass in der Zollanmeldung dieses Entgelt deklariert wird.

    Auch wenn die Gegenstände nach dem Zollverfahren der passiven Veredelung vorübergehend ausgeführt worden sind, berechnet sich die Einfuhrsteuer bei der Wiedereinfuhr der Gegenstände vom Entgelt für die im Ausland ausgeführten Arbeiten am Bestimmungsort im Inland.

(16.4.2) Gegenstände zur Verwendung

  • Gegenstände, die zur Verwendung (zur Vorführung, zu Versuchen, zur Expertise, zur Kontrolle, als Betriebsmittel usw.) vorübergehend eingeführt werden, sind nach dem Zollverfahren der vorübergehenden Verwendung zu veranlagen. Nur dann ist die vorübergehende Einfuhr von der Einfuhrsteuer befreit. Von dieser Befreiung ausgenommen ist das Entgelt für den vorübergehenden Gebrauch. Wird dafür keine oder eine ermässigte Miete berechnet, ist das Entgelt massgebend, das bei einer Vermietung einem unabhängigen Dritten berechnet würde. Unterbleibt bei der Einfuhr der Antrag auf Veranlagung nach dem erwähnten Verfahren, erhebt die EZV die Einfuhrsteuer vom Marktwert der Gegenstände am Bestimmungsort im Inland. Eine Erstattung dieser Steuer bei der Ausfuhr der Gegenstände oder eine nachträgliche Besteuerung des Entgelts für den vorübergehenden Gebrauch ist nicht möglich.

  • Gegenstände, die zur Verwendung (zur Ansicht, zur Vorführung, zu Versuchen, zur Expertise, zur Kontrolle, als Betriebsmittel usw.) vorübergehend ausgeführt werden, sind ebenfalls nach dem Zollverfahren der vorübergehenden Verwendung zu veranlagen. Nur dann ist die Wiedereinfuhr von der Einfuhrsteuer befreit. Unterbleibt bei der Ausfuhr der Antrag auf Veranlagung nach dem erwähnten Verfahren, erhebt die EZV bei der Wiedereinfuhr die Einfuhrsteuer vom Marktwert der Gegenstände am Bestimmungsort im Inland. Eine nachträgliche Erstattung dieser Steuer ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich (Ziff. 16.3, erster Punkt).

(17) Zuteilung der Saldosteuersätze

(17.1) Grundsätzliches

In der Regel benötigt die steuerpflichtige Person zur Versteuerung ihrer Umsätze lediglich einen SSS. Steuerpflichtigen Personen, deren Tätigkeiten verschiedenen SSS unterliegen, werden höchstens zwei SSS bewilligt (Art. 86 und 89 MWSTV).
 
Bei den SSS handelt es sich um Branchensätze, die sich als Durchschnittssätze am Regelfall einer Branche ausrichten. Betriebsindividuelle SSS sind nicht möglich.  
! Wer eine Tätigkeit aufgibt oder eine neue aufnimmt, hat sich – sofern dies Auswirkungen auf die Höhe oder die Anzahl der bewilligten SSS hat – mit der ESTV in Verbindung zu setzen. Dies ist auch notwendig, wenn sich die Anteile der Tätigkeiten am Gesamtumsatz derart verändern, dass eine Neuzuteilung der SSS notwendig wird.

 (17.2) 10%-Regel bei der Zuteilung der Saldosteuersätze

Für die Zuteilung der SSS bei zwei oder mehr Tätigkeiten kommt grundsätzlich die 10 %-Regel zur Anwendung (Art. 86 und 87 MWSTV).  
Bei Mischbranchen gilt das Verfahren gemäss Ziffer 17.3 (50 %-Regel). Diese Branchen sind in den Anhängen I. und II. mit einem Stern gekennzeichnet.

 (17.2.1) Zuteilung der Saldosteuersätze bei zwei steuerbaren Tätigkeiten

Einer Person, die neu steuerpflichtig wird und zwei Tätigkeiten ausübt, für die unterschiedliche SSS gelten, oder die bereits steuerpflichtig ist und eine zweite Tätigkeit aufnimmt, welche nicht dem gleichen SSS unterliegt wie die erste Tätigkeit, werden zwei SSS bewilligt. Voraussetzung dafür ist, dass die Anteile der einzelnen Tätigkeiten am Gesamtumsatz voraussichtlich mehr als 10 % betragen. Dies kann aufgrund der Planung (z.B. Budget oder Business-Plan) beurteilt werden.

Beträgt der Anteil der zweiten Tätigkeit bei Beginn der Steuerpflicht oder bei Aufnahme der zweiten Tätigkeit voraussichtlich weniger als 10 % des Gesamtumsatzes, wird nur ein SSS bewilligt.

Nimmt der Anteil der zweiten Tätigkeit anschliessend zu, ist hierfür ein zweiter SSS zu beantragen, sobald die 10 %-Grenze regelmässig überschritten wird. Regelmässig bedeutet, dass der Anteil in zwei aufeinander folgenden Steuerperioden mehr als 10 % beträgt. Ist dies der Fall, ist ab der dritten Steuerperiode ein zweiter SSS anzuwenden.

Die Umsätze von Tätigkeiten, für die der gleiche SSS gilt, sind bei der Abklärung, ob die 10 %-Grenze überschritten wird, immer zusammenzuzählen.

Beispiel

Anja Müller erbringt kosmetische Dienstleistungen und handelt mit Kosmetika. Anfänglich sind die Handelsumsätze sehr gering, weshalb ihr die ESTV lediglich den SSS von 5,2 % für Kosmetiksalon bewilligt. Im Laufe der Jahre nimmt der Verkaufsumsatz jedoch deutlich zu und übertrifft im vierten und fünften Jahr die Limite von 10 % des Gesamtumsatzes. Ab dem sechsten Jahr kann Anja Müller deshalb einen zweiten SSS von 2,1 % für kosmetische Produkte: Handel beantragen.

Wechselt eine steuerpflichtige Person von der effektiven Abrechnungsmethode zur Abrechnung mit SSS, werden ihr zwei SSS bewilligt, wenn der Anteil der zweiten Tätigkeit in den zwei Steuerperioden vor dem Wechsel jeweils mehr als 10 % betragen hat.

Beispiele

  • Bäckerei (60 % des Gesamtumsatzes; SSS 0,6 %) mit Tea-Room (40 % des Gesamtumsatzes; SSS 5,2 %): Es werden die zwei SSS von 0,6 % und 5,2 % bewilligt. Die Umsätze der Bäckerei sind mit dem SSS von 0,6 % und jene aus dem Betrieb des Tea-Rooms mit 5,2 % zu versteuern.

  • Kaminfeger (92 % des Gesamtumsatzes; SSS 6,1 %) / Dachdecker (8 % des Gesamtumsatzes; SSS 3,7 %): Es wird nur der SSS von 6,1 % bewilligt.

  • Gartenbau (91 % des Gesamtumsatzes, SSS von 4,4 %) / gesondert fakturierte Pflanzenlieferungen (9 % des Gesamtumsatzes, SSS von 0,6 %): Es wird nur der SSS von 4,4 % bewilligt.

  • Kiosk (91 % des Gesamtumsatzes wird mit Handel erzielt [SSS 0,6 %] / 9 % des Gesamtumsatzes stammen aus Provisionseinnahmen [SSS 6,7 %]): Die gesamten Einnahmen des Kiosks sind zum SSS von 0,6 % zu versteuern.

Wird die 10 %-Grenze in zwei aufeinander folgenden Steuerperioden nicht mehr überschritten, so fällt die Bewilligung für die Anwendung des zweiten SSS auf den Beginn der dritten Steuerperiode dahin.

Die für die Anwendung der SSS-Methode geltenden Limiten (Jahresumsatz von höchstens CHF 5,02 Mio. und Steuerschuld pro Jahr von nicht mehr als CHF 109’000) dürfen gesamthaft nicht überschritten werden ( Ziff. 1.3.1).

Beispiel

Die Edelweiss AG betreibt ein Hotel mit angegliedertem Restaurant. Die Umsätze und die - mit den entsprechenden SSS berechnete - Steuerschuld betragen:

UmsatzartUmsatz pro Jahr (in CHF)zugehöriger SSSSteuerschuld
(in CHF)
Beherbergung inkl. Frühstück1'900'0002.1%39'900
Verpflegung und Getränke1'350'0005.2%70'200
Total3'250'000 110'100

Die Edelweiss AG ist nicht zur Anwendung der SSS-Methode berechtigt, da die Steuerschuld mehr als 109’000 Franken im Jahr beträgt.

(17.2.2) Zuteilung der Saldosteuersätze bei drei oder mehr steuerbaren Tätigkeiten

Bei steuerpflichtigen Personen, die drei oder mehr Tätigkeiten ausüben, die für sich allein betrachtet mit verschiedenen SSS abzurechnen wären, gelangen gemäss Artikel 86 MWSTV für die Zuteilung der zwei SSS folgende Regeln zur Anwendung:
  • Zunächst wird der höchste SSS bewilligt, der für die verschiedenen Tätigkeiten der steuerpflichtigen Person gilt. Zu berücksichtigen sind dabei nur diejenigen Tätigkeiten, deren Anteil am Gesamtumsatz mehr als 10 % beträgt.
  • Den zweiten SSS kann die steuerpflichtige Person unter jenen SSS auswählen, die für ihre übrigen Tätigkeiten vorgesehen sind. Auch hier können nur diejenigen Tätigkeiten berücksichtigt werden, deren Anteil am Gesamtumsatz mehr als 10 % beträgt.
  • die Umsätze von Tätigkeiten, für die der gleiche SSS gilt, sind bei der Abklärung, ob die 10 %-Grenze überschritten wird, immer zusammenzuzählen.
Beispiel 1
 
Als erster SSS wird der Satz von 6,7 % bewilligt. Die steuerpflichtige Person kann als zweiten SSS entweder den SSS von 5,2 % (Variante A) oder den SSS von 0,1 % (Variante B) wählen. Mit der Variante A ergibt sich im vorliegenden Fall eine geringere Steuerschuld als mit der Variante B. Infolge der 10 %-Regel ist es hingegen nicht möglich, als zweiten Satz den SSS von 2,1 % zu wählen. Vorstehende Tabelle zeigt auch für die beiden Varianten auf, welche Umsätze die steuerpflichtige Person in der MWST-Abrechnung zu welchen SSS abrechnen muss.
 
Beispiel 2
Als erster SSS wird in diesem Beispiel der Satz von 5,2 % bewilligt. Der SSS von 6,7 % für das Zurverfügungstellen von Personal wird nicht bewilligt, weil der Umsatzanteil nicht mehr als 10 % beträgt. Daneben kann die steuerpflichtige Person entweder den SSS von 2,1 % (Variante A) oder den SSS von 0,1 % (Variante B) wählen. Variante A ist im vorliegenden Fall für die steuerpflichtige Person die vorteilhaftere Variante. Aus vorstehender Tabelle ist auch für beide Varianten ersichtlich, welche Umsätze die steuerpflichtige Person in der MWST-Abrechnung zu welchen SSS abrechnen muss.
 
Die einmal gewählte Aufteilung ist mindestens eine ganze Steuerperiode anzuwenden, sofern im Laufe der Steuerperiode keine Tätigkeit wegfällt und keine neue Tätigkeit hinzukommt.
! Verändern sich die Tätigkeiten und/oder die Umsatzanteile der Tätigkeiten derart, dass eine Neuzuteilung der SSS notwendig wird, hat sich die steuerpflichtige Person mit der ESTV in Verbindung zu setzen.

(17.3) 50 %-Regel bei der Zuteilung der Saldosteuersätze für Mischbranchen

Es gibt diverse Branchen, bei denen die Anwendung der 10 %-Regel ( Ziff. 17.2) zu schwerfälligen und für die steuerpflichtige Person kaum anwendbaren Lösungen führen würde. Dies ist bei sog. Mischbranchen der Fall. Darunter sind Branchen zu verstehen, in denen üblicherweise mehrere Tätigkeiten ausgeübt werden, die für sich allein betrachtet zu unterschiedlichen SSS abzurechnen wären (Art. 89 MWSTV). In den Branchenlisten in den Anhängen I. und II. sind die Mischbranchen mit einem Stern gekennzeichnet. Ausserdem ist für jede Mischbranche angegeben, welches die Haupttätigkeit und welches die branchenüblichen Nebentätigkeiten sind.
 
Bei diesen Branchen kommt obligatorisch die 50 %-Regel zur Anwendung. Auch bei der 50 %-Regel kommt es auf die Regelmässigkeit an, mit der die Limite überschritten wird ( Ziff. 17.2.1).
 
Beispiel
Eine typische Mischbranche ist das Sportgeschäft. Nebst dem Handel mit Sportartikeln und Sportkleidern (SSS 2,1 %) werden auch Sportartikel vermietet (SSS 2,9 %) sowie Ski- und Snowboardservicearbeiten (SSS 5,2 %) ausgeführt. Würde man bei Sportgeschäften die 10 %-Regel anwenden, müsste wohl jede steuerpflichtige Person mit zwei SSS abrechnen, so dass ein wesentlicher Teil der Vereinfachung, die mit der SSS-Methode erreicht werden soll, zunichte gemacht würde. Mit der 50 %-Regel können diese Probleme behoben werden. Stammen bei einem Sportgeschäft nicht mehr als 50 % des Gesamtumsatzes aus Vermietung oder Ski- und Snowboardservicearbeiten, wird nur der SSS von 2,1 % bewilligt und der gesamte Umsatz ist mit diesem SSS zu versteuern. Die Umsätze aus Vermietung und dem Ski- und Snowboardservice sind im genannten Beispiel nicht zu addieren, um die 50 %-Limite zu prüfen, weil für diese beiden Tätigkeiten unterschiedliche SSS gelten.
! Nur Umsätze von Tätigkeiten, für die der gleiche SSS gilt, sind bei der Abklärung der 50 %-Regel zu addieren.
Übt eine steuerpflichtige Person, die in einer Mischbranche tätig ist, noch eine branchenfremde Tätigkeit aus, gilt für diese Tätigkeit die 10 %-Limite. Dies wäre beispielsweise bei einem Sportgeschäft der Fall, das auch noch Umsätze aus dem Vermieten von Ferienwohnungen oder dem Betreiben eines Tea- Rooms erzielt.
! Sobald die 50 %-Limite überschritten ist, gelangen für die einzelnen Tätigkeiten die allgemeinen Zuteilungskriterien gemäss Ziffer 17.2 zur Anwendung.
Beispiel 1
Quartierladen
Bei Quartierläden gilt die 50 %-Regel für die Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind.
Mit 53,4 % ist die 50 %-Limite überschritten, weshalb für die einzelnen Tätigkeiten die üblichen Zuteilungskriterien gemäss Ziffer 17.2 gelten. Da der Anteil der Umsätze, für die der SSS von 2,1 % gilt, mehr als 10 % beträgt, ist der SSS von 2,1 % obligatorisch zuzuteilen. Als zweiten SSS kann die steuerpflichtige Person entweder den SSS von 1,3 % oder den SSS von 0,6 % wählen. In diesem Beispiel ist die Variante A die günstigere Variante.
 
Beispiel 2
Sportgeschäft mit Tea-Room
Zur Abklärung, ob die 50 %-Limite überschritten wurde, ist nicht der Gesamtumsatz, sondern nur der Umsatz des Sportgeschäfts heranzuziehen. Das Tea-Room ist branchenfremd, weshalb hierfür die 10 %-Regel zur Anwendung kommt: Da diese Limite überschritten ist, wird für das Tea-Room der SSS von 5,2 % bewilligt.
 
Da weder die Umsätze aus der Vermietung von Sportartikeln noch jene aus dem Ski- und Snowboardservice die 50 %-Limite des Sportgeschäfts- Umsatzes übersteigen, wird für das Sportgeschäft der SSS von 2,1 % bewilligt. Der ganze Sportgeschäfts-Umsatz ist in diesem Fall mit dem SSS von 2,1 % und der Tea-Room-Umsatz mit dem SSS von 5,2 % abzurechnen (Variante A). Ebenfalls zulässig wäre, dass die steuerpflichtige Person freiwillig auf die Zuteilung eines zweiten, niedrigeren SSS verzichtet und den Gesamtumsatz ihres Unternehmens mit dem SSS von 5,2 % deklariert (Variante B).
 
Weitere Beispiele
  • Drogerie (50 %-Regel für Lieferung von Parfümeriewaren):

Es gilt der SSS von 1,3 %. Werden regelmässig mehr als 50 % des Gesamtumsatzes mit dem Verkauf von Parfümerieartikeln erzielt, ist dieser Umsatzanteil mit dem SSS von 2,1 % zu versteuern.

  • Bäckerei (50 %-Regel für die Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind):
Es gilt der SSS von 0,6 %. Nebst den Backwaren wird häufig auch mit zugekauften Lebensmitteln und anderen Gütern des täglichen Bedarfs gehandelt, teilweise auch mit alkoholischen Getränken. Stammen mehr als 50 % des Gesamtumsatzes aus dem Verkauf von alkoholischen Getränken und Zigaretten, ist hierfür ein zweiter SSS von 1,3 % zuzuteilen. Übertrifft der Umsatz aus dem Handel mit anderen zum Normalsatz steuerbaren Gegenständen die 50 %-Marke, gilt hierfür der SSS von 2,1 %.
 
Wird neben der Bäckerei allerdings noch ein Tea-Room betrieben, ist diesbezüglich die 10 %-Regel anzuwenden. Übersteigt also der Umsatz des Tea-Rooms regelmässig 10 % des Gesamtumsatzes, gilt hierfür der SSS von 5,2 %.

(17.4) Sonderregelung für Imbissbars / Imbissstände mit Konsumationseinrichtung und für bestimmte Anlässe (Art. 90 Abs. 3 MWSTV)

Imbissbars/Imbissstände mit Konsumationseinrichtung können ihre Umsätze beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen ohne weiteren Nachweis auf einfache Art aufteilen:
 Näheres zur organisatorischen Trennung der gastgewerblichen von den Take-Away-Leistungen findet sich in der MWST-Branchen-Info Hotel- und Gastgewerbe.
Weiter besteht bei bestimmten Anlässen wie Filmvorführungen, Konzerte, Fussballspiele ( MWST-Branchen-Info Hotel- und Gastgewerbe) die Möglichkeit, ohne weiteren Nachweis 80 % der Umsätze zum SSS von 0,6 % und 20 % zum SSS von 5,2 % abzurechnen. 

(18) Saldosteuersätze nach Branchen und Tätigkeiten: Gliederung nach Saldosteuersätzen

Bei den SSS handelt es sich um Multiplikatoren. Der Umsatz inklusive MWST ist mit dem bewilligten SSS zu multiplizieren ( Ziff. 1.2).

Die nachfolgend aufgeführten SSS kommen bei Herstellungsbranchen und -tätigkeiten nur zur Anwendung, sofern im Preis der Leistung auch das Material eingeschlossen ist.

Stellt der Kunde dem Leistungserbringer das benötigte Material zur Verfügung (Akkordanten- oder Anschlägertätigkeiten, Lohnarbeiten, reine Bearbeitungen von Gegenständen usw.), kommt der in der Liste für diese Tätigkeiten vorgesehene SSS zur Anwendung.

Beispiel

Die Schreinerei AG rechnet mit dem SSS von 3,7 % ab. In der Regel kauft sie das Material zur Erbringung ihrer Leistungen selbst ein. Manchmal wird das Material jedoch vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt. Der Anteil solcher Umsätze beträgt regelmässig mehr als 10 %. Die Schreinerei AG hat deshalb für diese Umsätze den SSS von 6,7 % zu beantragen.

Die Mischbranchen sind in den nachfolgenden Tabellen mit einem Stern gekennzeichnet. Die branchenübliche Haupttätigkeit steht in der zweitenTabellenspalte.
Die branchenüblichen Nebentätigkeiten, für welche die 50 %-Regel nach Artikel 89 Absatz 3 MWSTV
( Ziff. 17.3) gilt, stehen in der dritten Tabellenspalte.

Beim Grosshandel kommt der SSS zur Anwendung, der für den Detailhandel mit gleichartigen Gegenständen gilt. So erhält beispielsweise ein im Grosshandel mit Möbeln tätiges Unternehmen den gleichen SSS von 2,1% wie ein Möbelgeschäft.


(18.1) Saldosteuersatz 0,1 %

Branchen und Tätigkeiten

 

Nebentätigkeiten bei Mischbranchen

Brauerei: Brauen von alkoholfreiem Bier
  (s. auch Ziff. 18.6)

 

 

Dreschgenossenschaft: Erntearbeiten
  (s. auch Ziff. 18.5)

 

 

Druckerei: Leistungen, die zum
  reduzierten Satz steuerbar sind
  (s. auch Ziff. 18.6)

 

 

Dünger: Handel

 

 

Dünger: Herstellung

 

 

Futtermittel: Handel

 

 

Futtermittel: Herstellung

 

 

Gemüsebaubetrieb: Verkauf von im eigenen
  Betrieb gewonnenen Erzeugnissen der
  Urproduktion, die zum reduzierten Satz
  steuerbar sind

 

 

Herstellung von zum reduzierten Satz
  steuerbaren Gegenständen, soweit nicht
  anderswo genannt; gilt nicht für reine
  Bearbeitungen und Lohnarbeiten
  (s. auch Ziff. 18.6)

 

 

Hufschmiede

 

 

Käserei*

 

Handel mit Gegenständen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

Kieferorthopädische Praxis: steuerbelastet
  bezogene Leistungen, die ohne Zuschlag
  und gesondert weiterfakturiert werden
  (s. auch Ziff. 18.7)

 

 

Landwirtschaftliche Genossenschaft*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

Landwirtschaftliche Lohnarbeiten: zum
  reduzierten Satz steuerbare Arbeiten mit
  eigenen Maschinen
  (s. auch Ziff. 18.3)

 

 

Landwirtschaftsbetrieb: Verkauf
  von im eigenen Betrieb gewonnenen
  Erzeugnissen der Urproduktion, die
  zum reduzierten Satz steuerbar sind

 

 

Lebensmittel: Fabrikation
  (s. auch Ziff. 18.2)

 

 

Maschinengemeinschaft:
  zum reduzierten Satz steuerbare
  landwirtschaftliche Arbeiten
  (s. auch Ziff. 18.5)

 

 

Maschinengenossenschaft:
  zum reduzierten Satz steuerbare
  landwirtschaftliche Arbeiten
  (s. auch Ziff. 18.5)

 

 

Metzgerei*

 

Handel mit Gegenständen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

Molkerei*

 

Handel mit Gegenständen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

Mühle

 

 

Party-Service: Lieferung von Nahrungsmitteln
  ohne Serviceleistung bei der Kundin oder
  beim Kunden
  (s. auch Ziff. 18.3 und 18.8)

 

 

Pflanzenschutzmittel, die im
  Pflanzenschutzmittelverzeichnis aufgeführt
  sind: Herstellung

 

 

Pizza-Kurierdienst: Lieferung von
  Nahrungsmitteln
  (s. auch Ziff. 18.3)

 

 

Treibstoffverkauf im eigenen Namen
  (s. auch Ziff. 18.9)

 

 

Zahnarztpraxis: steuerbelastet bezogene
  Leistungen, die ohne Zuschlag und
  gesondert weiterfakturiert werden

 

 

Zeitschriftenverlag: Leistungen, die zum
  reduzierten Satz steuerbar sind
  (s. auch Ziff. 18.6)

 

 

Zeitungsverlag: Leistungen, die zum
  reduzierten Satz steuerbar sind
  (s. auch Ziff. 18.6)

 

 

Zoo-Handlung: Handel mit zum reduzierten
  Satz steuerbaren Gegenständen
  (s. auch Ziff. 18.4)

(18.2) Saldosteuersatz 0,6 %

Branchen und Tätigkeiten

 

Nebentätigkeiten bei Mischbranchen

Apotheke*

 

Handel mit Parfümerieartikeln

Arztpraxis: Verkauf von Medikamenten und
  Verbandsmaterial*

 

Lieferung von Gegenständen zum Normalsatz

Auto-Neuwagen: Handel

 

 

Auto-Occasionen bis 3,5 t: Handel

 

 

Bäckerei*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

Baumschule: Verkauf von im eigenen Betrieb
  gewonnenen Erzeugnissen der
  Urproduktion, die zum reduzierten Satz
  steuerbar sind

 

 

Bibliothek: Ausleihe von Büchern
  (s. auch Ziff. 18.6)

 

 

Blumengeschäft*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

Buch-Antiquariat: Handel mit gebrauchten
  Büchern

 

 

Buchhandlung

 

 

Buchverlag: Leistungen, die zum reduzierten
  Satz steuerbar sind

 

 

Gartenbau: Pflanzenlieferungen, wenn
  gesondert fakturiert
  (s. auch Ziff. 18.7)

 

 

Gärtnerei: Verkauf von im eigenen Betrieb
  gewonnenen Erzeugnissen der
  Urproduktion, die zum reduzierten Satz
  steuerbar sind*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

Gemüse: Handel

 

 

Getränke: Handel*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind und steuerbelastet bezogen wurden

Handel mit zum reduzierten Satz steuerbaren
  Gegenständen, soweit nicht anderswo
  genannt
  (s. auch Ziff. 18.4)

 

 

Heizöl: Handel

 

 

Holzschnitzel, die zum reduzierten Satz
  steuerbar sind: Handel
  (s. auch Ziff. 18.5)

 

 

Kiosk: alle branchenüblichen Umsätze
  mit Ausnahme der Einnahmen
  aus Provisionen und Agenturtätigkeit
  (s. auch Ziff. 18.10)

 

 

Kolonialwaren: Handel*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

Konditorei*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

Lebensmittel: Handel*
  (s. auch Ziff. 18.1)

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

Lehrmittel, die zum reduzierten Satz
  steuerbar sind: Handel

 

 

Markt-Kaufleute: Handel mit Gegenständen,
  die zum reduzierten Satz steuerbar sind
  (s. auch Ziff. 18.4)

 

 

Marroni: Verkauf

 

 

Pferde: Handel
  (s. auch Ziff. 18.7)

 

 

Quartierladen*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

Reisebüro: reiner Retailer

 

 

Take-Away ohne Konsumationsmöglichkeit*
  (s. auch Ziff. 18.8)

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

Tierarztpraxis: Behandlung von Vieh und
  Medikamentenverkauf

 

 

Verlag: Leistungen, die zum reduzierten Satz
  steuerbar sind

 

 

Vieh: Handel 

(18.3) Saldosteuersatz 1,3 %


Branchen und Tätigkeiten

 

Nebentätigkeiten bei Mischbranchen

Alkoholische Getränke: Handel,
  sofern steuerbelastet bezogen
  (s. auch Ziff. 18.10)

 

 

Baumaschinen und Baugeräte: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

Bearbeiten von zum reduzierten Satz
  steuerbaren Gegenständen, soweit nicht
  anderswo genannt
  (s. auch Ziff. 18.9)

 

 

Buchbinderei: Binden von zum reduzierten
  Satz steuerbaren Gegenständen
  (s. auch Ziff. 18.8)

 

 

Bücherrestaurationsatelier

 

 

Computerhardware- und -software: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

Dienstleistungen, sofern zum reduzierten
  Satz steuerbar und soweit nicht anderswo
  genannt
  (s. auch Ziff. 18.9)

 

 

Drogerie*

 

Lieferung von Parfümeriewaren

Landmaschinen: sämtliche
  branchenüblichen Tätigkeiten*

 

Reparatur- und Servicearbeiten

Landwirtschaftliche Lohnarbeiten: zum
  reduzierten Satz steuerbare Arbeiten ohne
  eigene Maschinen
  (s. auch Ziff. 18.1)

 

 

Lohnarbeiten, sofern zum reduzierten Satz
  steuerbar und soweit nicht anderswo
  genannt

 

 

Lohnmetzgerei/Störmetzgerei

 

 

Lohnmosterei für Süssmost

 

 

Party-Service: Lieferung von alkoholischen
  Getränken ohne Serviceleistung bei der
  Kundin oder beim Kunden
  (s. auch Ziff. 18.1 und 18.8)

 

 

Pizza-Kurierdienst: Lieferung von
  alkoholischen Getränken
  (s. auch Ziff. 18.1)

 

 

Raucherwaren: Handel
  (s. auch Ziff. 18.10)

 

 

Tiere, ausschliesslich Vieh: Dressur,
  Ausbildung, Training
  (s. auch Ziff. 18.9)

 

 

Vermietung von zum reduzierten Satz
  steuerbaren Gegenständen, soweit nicht
  anderswo genannt
  (s. auch Ziff. 18.5)

(18.4) Saldosteuersatz 2,1 %

Branchen und Tätigkeiten

 

Nebentätigkeiten bei Mischbranchen

Baumaterial: Handel

 

 

Beherbergung in Hotellerie und
  Parahotellerie: Übernachtung mit Frühstück

 

 

Bijouterie-/Uhrengeschäft*

 

Reparatur- und Servicearbeiten

Boote und Zubehör: Handel

 

 

Büromaschinen: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

Camping: sämtliche campingbezogenen
  Tätigkeiten ohne gastgewerbliche
  Leistungen
  (s. auch Ziff. 18.8)

 

 

Eisenwaren- und Haushaltartikelgeschäft

 

 

Ferienwohnungen: Vermietung

 

 

Fotogeschäft*

 

Alle branchenüblichen Leistungen, die nicht den Handel mit neuen Gegenständen betreffen

Gas wie Propan oder Butan: Handel in
  Flaschen

 

 

Gastgewerblicher Betrieb: Leistungen,
  die zum Sondersatz für Beherbergung
  steuerbar sind
  (s. auch Ziff. 18.8)

 

 

Geschenke und Souvenirartikel: Handel

 

 

Gravier-Atelier: Handel mit Gegenständen,
  selbst wenn diese noch graviert werden
  (s. auch Ziff. 18.8)

 

 

Handel mit zum Normalsatz steuerbaren
  Gegenständen, soweit nicht anderswo
  genannt
  (s. auch Ziff. 18.2)

 

 

Haushaltartikel- und Eisenwarengeschäft

 

 

Haushaltgeräte: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

Hotel: Leistungen, die zum Sondersatz für
  Beherbergung steuerbar sind
  (s. auch Ziff. 18.8)

 

 

Inneneinrichtungen: Handel

 

 

Kabelnetzbetreiber

 

 

Konfektionsgeschäft: Handel mit Bekleidung

 

 

Kosmetische Produkte: Handel
  (s. auch Ziff. 18.6)

 

 

Lederwaren/Reiseartikel: Handel

 

 

Lizenzen: Handel
  (s. auch Ziff. 18.8)

 

 

Markt-Kaufleute: Handel mit Gegenständen,
  die zum Normalsatz steuerbar sind
  (s. auch Ziff. 18.1)

 

 

Melkmaschinen: Lieferung mit Installation

 

 

Möbelgeschäft

 

 

Moto- und Velogeschäft:
  sämtliche branchenüblichen Tätigkeiten

 

 

Motoren: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

Motorgeräte: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

Musikinstrumente: Handel*
  (s. auch Ziff. 18.7)

 

Reparaturen, Stimmen, Vermietungen sowie für den Handel mit Musikalien und gebrauchten Gegenständen

Naturheilarztpraxis: Heilmittelverkauf
  (s. auch Ziff. 18.9)

 

 

Orientteppiche: Handel

 

 

Papeterie*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

Parahotellerie: Leistungen, die zum
  Sondersatz für Beherbergung
  steuerbar sind
  (s. auch Ziff. 18.8)

 

 

Parfümerie: Handel

 

 

Patente: Handel
  (s. auch Ziff. 18.8)

 

 

Pneu: Handel*

 

Montagearbeiten; Reparaturarbeiten

Radio-/TV-Geschäft*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Antennenbau; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

Rechte: Handel
  (s. auch Ziff. 18.8)

 

 

Reiseveranstalter

 

 

Schuhgeschäft: nur Handel

 

 

Souvenirartikel und Geschenke: Handel

 

 

Sportgeschäft*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

Teppiche: Handel

 

 

Textilien: Handel

 

 

Tonträger: Handel mit neuen Tonträgern wie
  CDs und Kassetten

 

 

TV-/Radio-Geschäft*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Antennenbau; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

Uhren-/Bijouteriegeschäft*

 

Reparatur- und Servicearbeiten

Velo- und Motogeschäft:
  sämtliche branchenüblichen Tätigkeiten

 

 

Waffengeschäft*

 

Reparatur- und Servicearbeiten

Zoo-Handlung: Handel mit zum Normalsatz
  steuerbaren Tieren und Gegenständen
  (s. auch Ziff. 18.1)

(18.5) Saldosteuersatz 2,9 %

Branchen und Tätigkeiten

 

Nebentätigkeiten bei Mischbranchen

Anhängerbau

 

 

Auto-Elektro-Werkstatt

 

 

Auto-Reparaturwerkstätte*

 

Karosseriearbeiten; Automalerarbeiten; Pneuhandel

Cheminée-Bau

 

 

Dreschgenossenschaft: Maschinenvermietung
  (s. auch Ziff. 18.1)


   

 

Energie, namentlich in Form von Elektrizität,
  Gas und Fernwärme: Lieferung

 

 

Entsorgungsleistungen

 

 

Fahrzeugbau, eingeschlossen Handel

 

 

Flugbetrieb: Flüge mit Fluggeräten wie
  Flugzeug, Helikopter, Ballon, Gleitschirm

 

 

Flugzeugunterhalt

 

 

Generalunternehmen (GU) im Baugewerbe:
  Leistungen aufgrund eines GU-Vertrags

 

 

Hafnerei

 

 

Heizungen und Lüftungen: Lieferung mit
  Montage sowie Service

 

 

Holz aus eigenem Wald: Verkauf

 

 

Holz: Handel

 

 

Holzschnitzel, die zum Normalsatz steuerbar
  sind: Handel
  (s. auch Ziff. 18.2)

 

 

Innendekorationen/Sattlerei

 

 

Kälte-, Klimaanlagen: Lieferung mit Montage
  sowie Service

 

 

Kaminsanierungen

 

 

Kies- und Betonwerk

 

 

Kieswerk: Gewinnung von Steinen, Schotter,
  Kies, Sand

 

 

Klima-, Kälteanlagen: Lieferung mit Montage
  sowie Service

 

 

Kostümverleih

 

 

Kürschnerei und Pelzhandel*

 

Kürschnerarbeiten

Lüftungen und Heizungen: Lieferung mit
  Montage sowie Service

 

 

Maschinengemeinschaft: Vermietung von
  Maschinen
  (s. auch Ziff. 18.1)

 

 

Maschinengenossenschaft: Vermietung von
  Maschinen
  (s. auch Ziff. 18.1)

 

 

Nähmaschinen: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Handel mit gebrauchten Gegenständen

Ofenbau

 

 

Pelzhandel und Kürschnerei*

 

Kürschnerarbeiten

Polsterei

 

 

Rollladen und Storen: Lieferung mit Montage*

 

Reparaturen

Sanitäre Installationen: Lieferung mit
  Montage, Service, Reparaturen

 

 

Sanitätsgeschäft: Handel mit Gehhilfen,
  Rollstühlen, Badehilfen, Verbandsmaterial
  und anderen Sanitätsartikeln*

 

Reparaturen

Sattlerei/Innendekorationen

 

 

Storen und Rollladen: Lieferung mit Montage*

 

Reparaturen

Vermietung von zum Normalsatz
  steuerbaren Gegenständen, soweit
  nicht anderswo genannt
  (s. auch Ziff. 18.3)

 

 

Wasseraufbereitungsanlagen: Lieferung mit
  Montage sowie Service

(18.6) Saldosteuersatz 3,7 %

Branchen und Tätigkeiten

 

Nebentätigkeiten bei Mischbranchen

Antennenbau

 

 

Apparatebau

 

 

Autowaschanlage

 

 

Bestattungen

 

 

Bibliothek: Zum Normalsatz steuerbare
  Leistungen wie die Ausleihe von
  DVDs, CDs und Videokassetten
  (s. auch Ziff. 18.2)

 

 

Blitzschutzanlagen: Lieferung mit Installation

 

 

Boden- und Teppichbeläge: Lieferung mit
  Verlegen

 

 

Bootsplatzvermietung

 

 

Brauerei: Brauen von alkoholhaltigem Bier
  (s. auch Ziff. 18.1)

 

 

Chemikalien: Herstellung

 

 

Dachdeckergeschäft

 

 

Deckenverkleidungen: Lieferung mit Montage

 

 

Drechslerei

 

 

Druckerei, soweit nicht anderswo genannt
  (s. auch Ziff. 18.1)

 

 

Einrahmungen

 

 

Elektroinstallationsgeschäft

 

 

Elektronik: Herstellung von elektronischen
  Bauteilen, Steuerungen, Geräten und
  anderen Elektronikartikeln

 

 

Film- und Videoverleih

 

 

Filmproduktion

 

 

Fotokopien

 

 

Foto-Labor

 

 

Giesserei

 

 

Glasbläserei

 

 

Glaserei: Lieferung mit Einbau

 

 

Goldschmiede-Atelier

 

 

Herstellung von zum Normalsatz
  steuerbaren Gegenständen, soweit 
  nicht anderswo genannt; gilt nicht für
  reine Bearbeitungen und Lohnarbeiten
  (s. auch Ziff. 18.1)

 

 

Hörgeräte: Verkauf mit Service sowie
  Beratung

 

 

Internet-Anbieter/Provider

 

 

Kosmetische Produkte: Herstellung
  (s. auch Ziff. 18.4)

 

 

Küchenbau: Lieferung mit Montage von
  Möbeln, Abdeckplatten und Geräten

 

 

Küferei

 

 

Kunststoffe und Kunststoffwaren: Herstellung

 

 

Kürschnerei

 

 

Maschinenbau

 

 

Mechanische Werkstätte*

 

Handel; Lohnarbeiten

Metallbau

 

 

Musikautomaten: Betrieb

 

 

Optikergeschäft: sämtliche
  branchenüblichen Tätigkeiten

 

 

Orthopädische Werkstätte: mit mindestens
  10 % Handel
  (s. auch Ziff. 18.7)

 

 

Outdoor-Aktivitäten, soweit nicht anderswo
  genannt: Anbieten

 

 

Paintball: Anbieten

 

 

Parkett: Lieferung mit Verlegen

 

 

Parkplätze in und auf Gebäuden: Vermietung

  (s. auch Ziff. 18.8)

 

 

Perücken: Herstellung

 

 

Plandruckerei

 

 

Reparaturen aller Art, soweit nicht anderswo
  genannt

 

 

Sägerei (s. auch "Lohnsägerei" in Ziff. 18.8)

 

 

Sauna, ohne Erotiksauna

 

 

Schliess-/Sicherheitsanlagen:
  Lieferung mit Montage sowie
  Nachmachen von Schlüsseln

 

 

Schlosserei

 

 

Schmiede

 

 

Schreinerei

 

 

Schuhmacherei: Reparaturen sowie
  Nachmachen von Schlüsseln

 

 

Schweiss-, Lötwerkstätte

 

 

Seilbahn

 

 

Seilerei

 

 

Silberschmuck: Herstellung

 

 

Skilift

 

 

Solarium

 

 

Spenglerei

 

 

Spielautomaten: Betrieb von
  Geschicklichkeitsspielautomaten

 

 

Spinnerei

 

 

Sportanlagen wie Schwimmbad,
  Kunsteisbahn, Minigolfanlage, Kartbahn:
  alle branchenüblichen Umsätze
  mit Ausnahme jener aus
  gastgewerblichen Leistungen

 

 

Standbau: gilt nicht für reine Montage

 

 

Teppich- und Bodenbeläge: Lieferung mit
  Verlegen

 

 

Textilveredelung

 

 

Tierfriedhof

 

 

Tierkrematorium

 

 

Unterlagsböden

 

 

Veranstaltungstechnik: Vermietung mit
  Installation und allenfalls Bedienung

 

 

Vergoldungsarbeiten

 

 

Verlag von Gegenständen, die zum
  Normalsatz steuerbar sind

 

 

Verlag: Inserateeinnahmen

 

 

Video-Studio: Aufnahmen und Überspielungen

 

 

Videothek

 

 

Waffenmechanische Werkstätte

 

 

Weberei

 

 

Zäune: Herstellung, Lieferung mit Montage
  sowie Reparaturen

 

 

Zeitschriftenverlag: Inserateeinnahmen
  (s. auch Ziff. 18.1)

 

 

Zeitungsverlag: Inserateeinnahmen
  (s. auch Ziff. 18.1)

 

 

Zeltbau: Vermietung mit Montage

 

 

Zimmerei

 

 

Zwirnerei

(18.7) Saldosteuersatz 4,4 %

Branchen und Tätigkeiten

 

Nebentätigkeiten bei Mischbranchen

Abbruchunternehmen

 

 

Abdichtungen aller Art

 

 

Abschleppdienst

 

 

Altmaterial: Handel

 

 

Anbieten von kostenpflichtigen
  Mehrwertdiensten, namentlich
  unter 0900-Nummern

 

 

Auto-Karosseriespenglerei*

 

Mechanische und elektrische Arbeiten an Fahrzeugen; Pneuhandel

Auto-Malerei/Auto-Spritzwerk*

 

Mechanische und elektrische Arbeiten an Fahrzeugen; Pneuhandel

Autoverwertung

 

 

Baggerunternehmen

 

 

Baugeschäft

 

 

Bäume/Sträucher: Pflege, Schnitt

 

 

Bautrocknung

 

 

Bohrunternehmen

 

 

Boote: Herstellung, Reparaturen,
  Überwinterung, Ein- und Auswasserung

 

 

Brennerei ohne Lohnbrennerei

 

 

Bus- und Carunternehmen

 

 

Digitalisierung von Gegenständen wie
  Schallplatten, Filme, Druckerzeugnisse und
  Pläne

 

 

Fahrzeuge: Vermietung mit Bedienung

 

 

Feuerlöscher: Lieferung und Unterhalt

 

 

Fitness-Center: sämtliche
  branchenüblichen Leistungen

 

 

Formenbau

 

 

Forstwirtschaftliche Arbeiten

 

 

Galvanische Werkstätte

 

 

Gartenbau: Leistungen mit Ausnahme der
  gesondert fakturierten Pflanzenlieferungen
  (s. auch Ziff. 18.2)

 

 

Gartenunterhalt

 

 

Gebrauchtwaren: Handel

 

 

Geigenbau

 

 

Grabstein-Bildhauerei: Lieferung
  mit Bearbeitung
  (s. auch Ziff. 18.8 und 18.9)

 

 

Grabunterhalt

 

 

Internet: Werbeeinnahmen
  (s. auch Ziff. 18.9

 

 

Isolierungen

 

 

Kanalfernsehen/Videoinspektionen

 

 

Kanalisationsreinigung und -entleerung

 

 

Kernbohrungen

 

 

Kieferorthopädische Praxis: Herstellung
  (s. auch Ziff. 18.1)

 

 

Leitungsisolierungen

 

 

Lichtpausen: Herstellung

 

 

Maschinen: Vermietung mit Bedienung

 

 

Maurerarbeiten
  (s. auch Ziff. 18.10)

 

 

Musikinstrumente: Bau
  (s. auch Ziff. 18.4)

 

 

Oberflächenveredelung,
  soweit nicht anderswo genannt
  (s. auch Ziff. 18.9)

 

 

Öl- und Gasbrennerservice,
  eingeschlossen Installationen

 

 

Orgelbau, eingeschlossen Reparaturen

 

 

Orgelstimmen, eingeschlossen Reparaturen

 

 

Orthopädische Werkstätte: reine Herstellung
  (s. auch Ziff. 18.6)

 

 

Pferde: Pension
  (s. auch Ziff. 18.2)

 

 

Plattenlegerei
  (s. auch Ziff. 18.10)

 

 

Radio- und Fernsehstudio: Werbeeinnahmen

 

 

Reitstall

 

 

Sandstrahlerei

 

 

Schaufensterdekorationsatelier

 

 

Schleifwerkstätte

 

 

Schneeräumung

 

 

Schriftenmalerei

 

 

Siebdruck

 

 

Steinbildhauerei: Lieferung mit Bearbeitung
  (s. auch Ziff. 18.8 und 18.9)

 

 

Steinbruch

 

 

Stickerei

 

 

Strassenmarkierungsunternehmen

 

 

Strassenreinigungsunternehmen

 

 

Tampondruck

 

 

Tonaufnahmestudio

 

 

Transport von Gegenständen,
  soweit nicht anderswo genannt
  (s. auch Ziff. 18.9)

 

 

Traxunternehmen

 

 

Verpackungsleistungen

 

 

Verzinkerei

 

 

Weinbau

 

 

Werkzeugbau

 

 

Werkzeug-Schärferei

 

 

Zügelunternehmen

(18.8) Saldosteuersatz 5,2 %

Branchen und Tätigkeiten

 

Nebentätigkeiten bei Mischbranchen 

Antikschreinerei

 

 

Antiquitäten: Handel

 

 

Aufbewahrungsleistungen

 

 

Aufzüge: Service und Unterhalt

 

 

Bar: Leistungen, die zum Normalsatz
  steuerbar sind

 

 

Billardcenter

 

 

Body-Piercing

 

 

Briefmarken: Handel

 

 

Buchbinderei: Binden von zum Normalsatz
  steuerbaren Gegenständen
  (s. auch Ziff. 18.3)

 

 

Callcenter

 

 

Camping: gastgewerbliche Leistungen
  (s. auch Ziff. 18.4)

 

 

Chemische Reinigung

 

 

Coiffeursalon*

 

Handel

Décolletage: Drehen, Fräsen, Bohren,
  wobei das Material von der Kundin oder
  vom Kunden zur Verfügung gestellt wird

 

 

Druckvorstufenbetrieb

 

 

Fahrten mit Fahrzeugen wie
  Pferdekutschen und Pferdeschlitten

 

 

Forschung

 

 

Fotografinnen und Fotografen

 

 

Foto-Lithos

 

 

Fotoreporterinnen und Fotoreporter

 

 

Foto-Satz

 

 

Foto-Studio

 

 

Fusspflege/Pedicure

 

 

Galerie: Handel im eigenen Namen
  (s. auch Ziff. 18.9)

 

 

Gastgewerblicher Betrieb: Leistungen,
  die zum Normalsatz steuerbar sind
  (s. auch Ziff. 18.4)

 

 

Gerüstbau: Vermietung mit Montage

 

 

Gipserei

 

 

Glätterei/Wäscherei

 

 

Grafikatelier

 

 

Gravier-Atelier: Gravuren
  (s. auch Ziff. 18.4)

 

 

Holzbildhauerei/Holzschnitzerei:
  Lieferung mit Bearbeitung
  (s. auch Ziff. 18.7 und 18.9)

 

 

Hotel: Leistungen, die zum Normalsatz
  steuerbar sind
  (s. auch Ziff. 18.4)

 

 

Hundesalon

 

 

Hundezucht

 

 

Internet-Café

 

 

Kartografie

 

 

Klavierstimmen, eingeschlossen
  Reparaturen

 

 

Kleideränderungsatelier

 

 

Klima-, Lüftungsanlagen: Reinigen

 

 

Kosmetiksalon

 

 

Kunsthandwerk

 

 

Kurier-/Express-/Paketdienst

 

 

Labor

 

 

Lagerung von Gegenständen aller Art

 

 

Lizenzeinnahmen
  (s. auch Ziff. 18.4)

 

 

Lohnbrennerei

 

 

Lohnsägerei
  (s. auch „Sägerei“ in Ziff. 18.6)

 

 

Lüftungs-, Klimaanlagen: Reinigen

 

 

Malerei/Tapeziererei

 

 

Modellbau

 

 

Modellschreinerei

 

 

Nachtclub: Leistungen, die zum Normalsatz
  steuerbar sind

 

 

Nagelstudio

 

 

Parahotellerie: Leistungen, die zum
  Normalsatz steuerbar sind
  (s. auch Ziff. 18.4)

 

 

Parkplätze im Freien oder in Unterständen:
  Vermietung
  (s. auch Ziff. 18.5)

 

 

Party-Service: mit Serviceleistung bei der 
  Kundin oder beim Kunden
  (s. auch Ziff. 18.1 und 18.3)

 

 

Patenteinnahmen
  (s. auch Ziff. 18.4)

 

 

Pedicure/Fusspflege

 

 

Plakatwände: Nutzungsrecht

 

 

Rechte: Einräumen oder Übertragen
  (s. auch Ziff. 18.4)

 

 

Restaurant: Leistungen, die zum Normalsatz
  steuerbar sind

 

 

Restaurationsatelier

 

 

Schädlingsbekämpfung

 

 

Schneiderei

 

 

Second-Hand-Boutique

 

 

Ski-/Snowboardservice

 

 

Spielsalon

 

 

Stadion-/Bandenwerbung: Einnahmen

 

 

Take-Away mit Konsumationsmöglichkeit
  (s. auch Ziff. 18.2)

 

 

Tankrevisionsunternehmen

 

 

Tapeziererei/Malerei

 

 

Tätowierungsstudio

 

 

Taxiunternehmen

 

 

Taxi-Zentrale

 

 

Tea-Room: Leistungen, die zum Normalsatz
  steuerbar sind

 

 

Teppich- und Polsterreinigung

 

 

Tierarztpraxis: Behandlung von Kleintieren

 

 

Tierheim/Tierhotel

 

 

Tierpräparations-Atelier

 

 

Tiersalon

 

 

Töpferei

 

 

Uhrmacherei: Reparaturen

 

 

Wäscherei/Glätterei

 

 

WC-Anlagen: Benutzungsgebühr

 

 

Werbeagentur

 

 

Zahntechnisches Labor

 

 

(18.9) Saldosteuersatz 6,1 %

Branchen und Tätigkeiten

 

Nebentätigkeiten bei Mischbranchen

Alarmaufschaltungen: alle Umsätze
  einschliesslich Entschädigungen für
  Fehlalarme

 

 

Anwaltsbüro

 

 

Architekturbüro, einschliesslich Bauleitung

 

 

Bankdienstleistungen/Finanzdienstleistungen

 

 

Bearbeiten von zum Normalsatz steuerbaren
  Gegenständen, soweit nicht anderswo
  genannt
  (s. auch Ziff. 18.3)

 

 

Beizwerkstatt

 

 

Bergführertätigkeit

 

 

Berufssport

 

 

Bildhauerei aller Art: reine Bearbeitungen
  (s. auch Ziff. 18.7 und 18.8)

 

 

Buchhaltungsbüro

 

 

Datenbank: Verkauf von Daten und
  Informationen aller Art

 

 

Detektei

 

 

Dienstleistungen, sofern zum Normalsatz
  steuerbar und soweit nicht anderswo genannt
  (s. auch Ziff. 18.3)

 

 

Dolmetscherleistungen

 

 

Edelsteinfasserei

 

 

EDV-Serviceleistungen/EDV-Beratungen

 

 

Engineeringbüro/Technisches Büro

 

 

Erotiketablissement/Erotiksauna
  (s. auch Ziff. 18.10)

 

 

Finanzdienstleistungen/Bankdienstleistungen

 

 

Galerie: Handel im fremden Namen
  und auf fremde Rechnung
  (s. auch Ziff. 18.8)

 

 

Gebäudereinigungen

 

 

Geometerbüro

 

 

Hauswartungen

 

 

Informatikdienstleistungen

 

 

Ingenieurbüro, einschliesslich Bauleitung

 

 

Inkassobüro

 

 

Innenarchitekturbüro

 

 

Internet-Dienstleistungen wie Web-Design,
  Hosting, Domain-Registrierung, Betreiben
  einer Datenbank

 

 

Journalismus

 

 

Kalibrieren von Gegenständen aller Art

 

 

Kaminfeger-Geschäft

 

 

Kinesiologiepraxis

 

 

Körpertherapie, soweit nicht anderswo genannt

 

 

Körpertraining mit Instruktion wie Aqua-Fit,
  Aerobic, Pilates, Zumba, Yoga

 

 

Kunsthandel: Handel im fremden Namen und
  auf fremde Rechnung
  (s. auch Ziff. 18.8)

 

 

Liegenschaften: Vermittlung

 

 

Liegenschaften: Verwaltung

 

 

Lohnarbeiten ausserhalb des Baugewerbes,
  sofern zum Normalsatz steuerbar

 

 

Massagepraxen aller Art

 

 

Messungen aller Art

 

 

Montagearbeiten ausserhalb des
  Baugewerbes

 

 

Naturheilarztpraxis: Behandlungen
  (s. auch Ziff. 18.4)

 

 

Niederspannungskontrollen

 

 

Notariat

 

 

Oberflächenveredelung, -bearbeitung von
  Uhrenbestandteilen und Schmuck
  (s. auch Ziff. 18.7)

 

 

Polierwerkstatt

 

 

Postagentur: Vergütung durch die
  Schweizerische Post

 

 

Publicrelations-Büro/PR-Tätigkeiten

 

 

Raumplanungsbüro/Stadtplanungsbüro

 

 

Reinigungsunternehmen

 

 

Sicherheitsdienstleistungen

 

 

Software: Programmierung/Entwicklung

 

 

Sponsoringeinnahmen

 

 

Tiere ohne Vieh: Dressur, Ausbildung, Training
  (s. auch Ziff. 18.3)

 

 

Tourenbegleitung

 

 

Transport von Gegenständen, sofern
  mit Hilfe von Fahrrädern, Mofas oder
  Motorrädern erbracht
  (s. auch Ziff. 18.7)

 

 

Treibstoffverkauf auf Provisionsbasis
  (s. auch Ziff. 18.1)

 

 

Treuhandbüro

 

 

Übersetzungsbüro

 

 

Überwachungsfirma

 

 

Uhren, Uhrenteile: Montage

 

 

Unternehmensberatung

 

 

Vermittlung von Dienstleistungen, soweit nicht
  anderswo genannt

 

 

Vermittlung von Gegenständen aller Art

 

 

Vermittlung von Personal/Stellen/Arbeit

 

 

Vermögensverwaltung

 

 

Werbetextbüro

(18.10) Saldosteuersatz 6,7 %


Branchen und Tätigkeiten

 

Nebentätigkeiten bei Mischbranchen

Akkordunternehmen/Anschläger im 
  Baugewerbe

 

 

Alkoholische Getränke: Handel,
  sofern nicht steuerbelastet bezogen
  (s. auch Ziff. 18.3)

 

 

Betäubungsmittel: Handel

 

 

Betäubungsmittel: Herstellung

 

 

Eisenlegen: Akkordarbeiten

 

 

Erotikdienstleistungen ohne eigene
  Räumlichkeiten
  (s. auch Ziff. 18.9)

 

 

Führungen, namentlich in Museen
  und Städten

 

 

Fundgegenstände: Verkauf

 

 

Haushalthilfe

 

 

Kieswerk: Verpachtung, sofern die Pacht
  nach der Abbaumenge bemessen wird und
  kein Eintrag im Grundbuch vorhanden ist

 

 

Kiosk: Einnahmen aus Provisionen
  und Agenturtätigkeit
  (s. auch Ziff. 18.2)

 

 

Lohnarbeiten im Baugewerbe

 

 

Maurerarbeiten: reine Akkordarbeiten
  (s. auch Ziff. 18.7)

 

 

Moderatorinnen und Moderatoren

 

 

Personalverleih

 

 

Plattenlegerei: reine Lohnarbeiten
  (s. auch Ziff. 18.7)

 

 

Raucherwaren: Provisionseinnahmen
  (s. auch Ziff. 18.3)

 

 

Temporärfirma

 

 

Zurverfügungstellen von Personal

(19) Saldosteuersätze nach Branchen und Tätigkeiten: Alphabetische Gliederung

Bei den SSS handelt es sich um Multiplikatoren. Der Umsatz inklusive MWST ist mit dem bewilligten SSS zu multiplizieren ( Ziff. 1.2).

Die nachfolgend aufgeführten SSS kommen bei Herstellungsbranchen und -tätigkeiten nur zur Anwendung, sofern im Preis der Leistung auch das Material eingeschlossen ist.

 

Stellt der Kunde dem Leistungserbringer das benötigte Material zur Verfügung (Akkordanten- oder Anschlägertätigkeiten, Lohnarbeiten, reine Bearbeitungen von Gegenständen usw.), kommt der in der Liste für diese Tätigkeiten vorgesehene SSS zur Anwendung.

Beispiel

Die Schreinerei AG rechnet mit dem SSS von 3,7 % ab. In der Regel kauft sie das Material zur Erbringung ihrer Leistungen selbst ein. Manchmal wird das Material jedoch vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt. Der Anteil solcher Umsätze beträgt regelmässig mehr als 10 %. Die Schreinerei AG hat deshalb für diese Umsätze den SSS von 6,7 % zu beantragen.

Die Mischbranchen sind in den nachfolgenden Tabellen mit einem Stern gekennzeichnet. Die branchenübliche Haupttätigkeit steht in der zweitenTabellenspalte.
Die branchenüblichen Nebentätigkeiten, für welche die 50 %-Regel nach Artikel 89 Absatz 3 MWSTV ( Ziff. 17.3) gilt, stehen in der dritten Tabellenspalte.


Beim Grosshandel kommt der SSS zur Anwendung, der für den Detailhandel mit gleichartigen von Gegenständen gilt. So erhält beispielsweise ein im Grosshandel mit Möbeln tätiges Unternehmen den gleichen SSS von 2,1% wie ein Möbelgeschäft.


SSS

Branchen und Tätigkeiten 

 

Nebentätigkeiten bei Mischbranchen

4,4 %

Abbruchunternehmen

 

 

4,4 %

Abdichtungen aller Art

 

 

4,4 %

Abschleppdienst

 

 

6,7 %

Akkordunternehmen/Anschläger im Baugewerbe

 

 

6,1 %

Alarmaufschaltungen: alle Umsätze einschliesslich Entschädigungen für Fehlalarme

 

 

6,7 %

Alkoholische Getränke: Handel, sofern nicht steuerbelastet bezogen

 

 

1,3 %

Alkoholische Getränke: Handel, sofern steuerbelastet bezogen

 

 

4,4 %

Altmaterial: Handel

 

 

4,4 %

Anbieten von kostenpflichtigen Mehrwertdiensten, namentlich unter 0900-Nummern

 

 

2,9 %

Anhängerbau

 

 

3,7 %

Antennenbau

 

 

5,2 %

Antikschreinerei

 

 

5,2 %

Antiquitäten: Handel

 

 

6,1 %

Anwaltsbüro

 

 

0,6 %

Apotheke*

 

Handel mit Parfümerieartikeln

3,7 %

Apparatebau

 

 

6,1 %

Architekturbüro, einschliesslich Bauleitung

 

 

0,6 %

Arztpraxis: Verkauf von Medikamenten und Verbandsmaterial*

 

Lieferung von Gegenständen zum Normalsatz

5,2 %

Aufbewahrungsleistungen

 

 

5,2 %

Aufzüge: Service und Unterhalt

 

 

2,9 %

Auto-Elektro-Werkstatt

 

 

4,4 %

Auto-Karosseriespenglerei*

 

Mechanische und elektrische Arbeiten an Fahrzeugen; Pneuhandel

4,4 %

Auto-Malerei/Auto-Spritzwerk*

 

Mechanische und elektrische Arbeiten an Fahrzeugen; Pneuhandel

0,6 %

Auto-Neuwagen: Handel

 

 

0,6 %

Auto-Occasionen bis 3,5 t: Handel

 

 

2,9 %

Auto-Reparaturwerkstätte*

 

Karosseriearbeiten; Automalerarbeiten; Pneuhandel

4,4 %

Autoverwertung

 

 

3,7 %

Autowaschanlage

 

 

0,6 %

Bäckerei*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

4,4 %

Baggerunternehmen

 

 

6,1 %

Bankdienstleistungen/Finanzdienstleistungen

 

 

5,2 %

Bar: Leistungen, die zum Normalsatz steuerbar sind

 

 

4,4 %

Baugeschäft

 

 

1,3 %

Baumaschinen und Baugeräte: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

2,1 %

Baumaterial: Handel

 

 

4,4 %

Bäume/Sträucher: Pflege, Schnitt

 

 

0,6 %

Baumschule: Verkauf von im eigenen Betrieb gewonnenen Erzeugnissen der Urproduktion, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

 

 

4,4 %

Bautrocknung

 

 

6,1 %

Bearbeiten von zum Normalsatz steuerbaren Gegenständen, soweit nicht anderswo genannt

 

 

1,3 %

Bearbeiten von zum reduzierten Satz steuerbaren Gegenständen, soweit nicht anderswo genannt

 

 

2,1 %

Beherbergung in Hotellerie und Parahotellerie: Übernachtung mit Frühstück

 

 

6,1 %

Beizwerkstatt

 

 

6,1 %

Bergführertätigkeit

 

 

6,1 %

Berufssport

 

 

3,7 %

Bestattungen

 

 

6,7 %

Betäubungsmittel: Handel

 

 

6,7 %

Betäubungsmittel: Herstellung

 

 

0,6 %

Bibliothek: Ausleihe von Büchern

 

 

3,7 %

Bibliothek: Zum Normalsatz steuerbare Leistungen wie die Ausleihe von DVDs, CDs und Videokassetten

 

 

2,1 %

Bijouterie-/Uhrengeschäft*

 

Reparatur- und Servicearbeiten

6,1 %

Bildhauerei aller Art: reine Bearbeitungen

 

 

5,2 %

Billardcenter

 

 

3,7 %

Blitzschutzanlagen: Lieferung mit Installation

 

 

0,6 %

Blumengeschäft*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

3,7 %

Boden- und Teppichbeläge: Lieferung mit Verlegen

 

 

5,2 %

Body-Piercing

 

 

4,4 %

Bohrunternehmen

 

 

2,1 %

Boote und Zubehör: Handel

 

 

4,4 %

Boote: Herstellung, Reparaturen, Überwinterung, Ein- und Auswasserung

 

 

3,7 %

Bootsplatzvermietung

 

 

0,1 %

Brauerei: Brauen von alkoholfreiem Bier

 

 

3,7 %

Brauerei: Brauen von alkoholhaltigem Bier

 

 

4,4 %

Brennerei ohne Lohnbrennerei

 

 

5,2 %

Briefmarken: Handel

 

 

0,6 %

Buch-Antiquariat: Handel mit gebrauchten Büchern

 

 

5,2 %

Buchbinderei: Binden von zum Normalsatz steuerbaren Gegenständen

 

 

1,3 %

Buchbinderei: Binden von zum reduzierten Satz steuerbaren Gegenständen

 

 

1,3 %

Bücherrestaurationsatelier

 

 

6,1 %

Buchhaltungsbüro

 

 

0,6 %

Buchhandlung

 

 

0,6 %

Buchverlag: Leistungen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

 

 

2,1 %

Büromaschinen: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

4,4 %

Bus- und Carunternehmen

 

 

5,2 %

Callcenter

 

 

5,2 %

Camping: gastgewerbliche Leistungen

 

 

2,1 %

Camping: sämtliche campingbezogenen Tätigkeiten ohne gastgewerbliche Leistungen

 

 

3,7 %

Chemikalien: Herstellung

 

 

2,9 %

Cheminée-Bau

 

 

5,2 %

Chemische Reinigung

 

 

5,2 %

Coiffeursalon*

 

Handel

1,3 %

Computerhardware- und -software: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

3,7 %

Dachdeckergeschäft

 

 

6,1 %

Datenbank: Verkauf von Daten und Informationen aller Art

 

 

3,7 %

Deckenverkleidungen: Lieferung mit Montage

 

 

5,2 %

Décolletage: Drehen, Fräsen, Bohren, wobei das Material von der Kundin oder vom Kunden zur Verfügung gestellt wird

 

 

6,1 %

Detektei

 

 

6,1 %

Dienstleistungen, sofern zum Normalsatz steuerbar und soweit nicht anderswo genannt

 

 

1,3 %

Dienstleistungen, sofern zum reduzierten Satz steuerbar und soweit nicht anderswo genannt

 

 

4,4 %

Digitalisierung von Gegenständen wie Schallplatten, Filme, Druckerzeugnisse und Pläne

 

 

6,1 %

Dolmetscherleistungen

 

 

3,7 %

Drechslerei

 

 

0,1 %

Dreschgenossenschaft: Erntearbeiten

 

 

2,9 %

Dreschgenossenschaft: Maschinenvermietung

 

 

1,3 %

Drogerie*

 

Lieferung von Parfümeriewaren

0,1 %

Druckerei: Leistungen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

 

 

3,7 %

Druckerei, soweit nicht anderswo genannt

 

 

5,2 %

Druckvorstufenbetrieb

 

 

0,1 %

Dünger: Handel

 

 

0,1 %

Dünger: Herstellung

 

 

6,1 %

Edelsteinfasserei

 

 

6,1 %

EDV-Serviceleistungen/EDV-Beratungen

 

 

3,7 %

Einrahmungen

 

 

6,7 %

Eisenlegen: Akkordarbeiten

 

 

2,1 %

Eisenwaren- und Haushaltartikelgeschäft

 

 

3,7 %

Elektroinstallationsgeschäft

 

 

3,7 %

Elektronik: Herstellung von elektronischen Bauteilen, Steuerungen, Geräten und anderen Elektronikartikeln

 

 

2,9 %

Energie, namentlich in Form von Elektrizität, Gas und Fernwärme: Lieferung

 

 

6,1 %

Engineeringbüro/Technisches Büro

 

 

2,9 %

Entsorgungsleistungen

 

 

6,7 %

Erotikdienstleistungen ohne eigene Räumlichkeiten

 

 

6,1 %

Erotiketablissement/Erotiksauna

 

 

5,2 %

Fahrten mit Fahrzeugen wie Pferdekutschen und Pferdeschlitten

 

 

2,9 %

Fahrzeugbau, eingeschlossen Handel

 

 

4,4 %

Fahrzeuge: Vermietung mit Bedienung

 

 

2,1 %

Ferienwohnungen: Vermietung

 

 

4,4 %

Feuerlöscher: Lieferung und Unterhalt

 

 

3,7 %

Film- und Videoverleih

 

 

3,7 %

Filmproduktion

 

 

6,1 %

Finanzdienstleistungen/Bankdienstleistungen

 

 

4,4 %

Fitness-Center: sämtliche branchenüblichen Leistungen

 

 

2,9 %

Flugbetrieb: Flüge mit Fluggeräten wie Flugzeug, Helikopter, Ballon, Gleitschirm

 

 

2,9 %

Flugzeugunterhalt

 

 

4,4 %

Formenbau

 

 

5,2 %

Forschung

 

 

4,4 %

Forstwirtschaftliche Arbeiten

 

 

2,1 %

Fotogeschäft*

 

Alle branchenüblichen Leistungen, die nicht den Handel mit neuen Gegenständen betreffen

5,2 %

Fotografinnen und Fotografen

 

 

3,7 %

Fotokopien

 

 

3,7 %

Foto-Labor

 

 

5,2 %

Foto-Lithos

 

 

5,2 %

Fotoreporterinnen und Fotoreporter

 

 

5,2 %

Foto-Satz

 

 

5,2 %

Foto-Studio

 

 

6,7 %

Führungen, namentlich in Museen und Städten

 

 

6,7 %

Fundgegenstände: Verkauf

 

 

5,2 %

Fusspflege/Pedicure

 

 

0,1 %

Futtermittel: Handel

 

 

0,1 %

Futtermittel: Herstellung

 

 

5,2 %

Galerie: Handel im eigenen Namen

 

 

6,1 %

Galerie: Handel im fremden Namen und auf fremde Rechnung

 

 

4,4 %

Galvanische Werkstätte

 

 

4,4 %

Gartenbau: Leistungen mit Ausnahme der gesondert fakturierten Pflanzenlieferungen

 

 

0,6 %

Gartenbau: Pflanzenlieferungen, wenn gesondert fakturiert

 

 

4,4 %

Gartenunterhalt

 

 

0,6 %

Gärtnerei: Verkauf von im eigenen Betrieb gewonnenen Erzeugnissen der Urproduktion, die zum reduzierten Satz steuerbar sind*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

2,1 %

Gas wie Propan oder Butan: Handel in Flaschen

 

 

5,2 %

Gastgewerblicher Betrieb: Leistungen, die zum Normalsatz steuerbar sind

 

 

2,1 %

Gastgewerblicher Betrieb: Leistungen, die zum Sondersatz für Beherbergung steuerbar sind

 

 

6,1 %

Gebäudereinigungen

 

 

4,4 %

Gebrauchtwaren: Handel

 

 

4,4 %

Geigenbau

 

 

0,6 %

Gemüse: Handel

 

 

0,1 %

Gemüsebaubetrieb: Verkauf von im eigenen Betrieb gewonnenen Erzeugnissen der Urproduktion, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

 

 

2,9 %

Generalunternehmen (GU) im Baugewerbe: Leistungen aufgrund eines GU-Vertrags

 

 

6,1 %

Geometerbüro

 

 

5,2 %

Gerüstbau: Vermietung mit Montage

 

 

2,1 %

Geschenke und Souvenirartikel: Handel

 

 

0,6 %

Getränke: Handel*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind und steuerbelastet bezogen wurden

3,7 %

Giesserei

 

 

5,2 %

Gipserei

 

 

3,7 %

Glasbläserei

 

 

3,7 %

Glaserei: Lieferung mit Einbau

 

 

5,2 %

Glätterei/Wäscherei

 

 

3,7 %

Goldschmiede-Atelier

 

 

4,4 %

Grabstein-Bildhauerei: Lieferung mit Bearbeitung

 

 

4,4 %

Grabunterhalt

 

 

5,2 %

Grafikatelier

 

 

5,2 %

Gravier-Atelier: Gravuren

 

 

2,1 %

Gravier-Atelier: Handel mit Gegenständen, selbst wenn diese noch graviert werden

 

 

2,9 %

Hafnerei

 

 

2,1 %

Handel mit zum Normalsatz steuerbaren Gegenständen, soweit nicht anderswo genannt

 

 

0,6 %

Handel mit zum reduzierten Satz steuerbaren Gegenständen, soweit nicht anderswo genannt

 

 

2,1 %

Haushaltartikel- und Eisenwarengeschäft

 

 

2,1 %

Haushaltgeräte: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

6,7 %

Haushalthilfe

 

 

6,1 %

Hauswartungen

 

 

0,6 %

Heizöl: Handel

 

 

2,9 %

Heizungen und Lüftungen: Lieferung mit Montage sowie Service

 

 

3,7 %

Herstellung von zum Normalsatz steuerbaren Gegenständen, soweit nicht anderswo genannt; gilt nicht für reine Bearbeitungen und Lohnarbeiten

 

 

0,1 %

Herstellung von zum reduzierten Satz steuerbaren Gegenständen, soweit nicht anderswo genannt; gilt nicht für reine Bearbeitungen und Lohnarbeiten

 

 

2,9 %

Holz aus eigenem Wald: Verkauf

 

 

2,9 %

Holz: Handel

 

 

5,2 %

Holzbildhauerei/Holzschnitzerei: Lieferung mit Bearbeitung

 

 

2,9 %

Holzschnitzel, die zum Normalsatz steuerbar sind: Handel

 

 

0,6 %

Holzschnitzel, die zum reduzierten Satz steuerbar sind: Handel

 

 

3,7 %

Hörgeräte: Verkauf mit Service sowie Beratung

 

 

5,2 %

Hotel: Leistungen, die zum Normalsatz steuerbar sind

 

 

2,1 %

Hotel: Leistungen, die zum Sondersatz für Beherbergung steuerbar sind

 

 

0,1 %

Hufschmiede

 

 

5,2 %

Hundesalon

 

 

5,2 %

Hundezucht

 

 

6,1 %

Informatikdienstleistungen

 

 

6,1 %

Ingenieurbüro, einschliesslich Bauleitung

 

 

6,1 %

Inkassobüro

 

 

6,1 %

Innenarchitekturbüro

 

 

2,9 %

Innendekorationen/Sattlerei

 

 

2,1 %

Inneneinrichtungen: Handel

 

 

4,4 %

Internet: Werbeeinnahmen

 

 

3,7 %

Internet-Anbieter/Provider

 

 

5,2 %

Internet-Café

 

 

6,1 %

Internet-Dienstleistungen wie Web-Design, Hosting, Domain-Registrierung, Betreiben einer Datenbank

 

 

4,4 %

Isolierungen

 

 

6,1 %

Journalismus

 

 

2,1 %

Kabelnetzbetreiber

 

 

6,1 %

Kalibrieren von Gegenständen aller Art

 

 

2,9 %

Kälte-, Klimaanlagen: Lieferung mit Montage sowie Service

 

 

6,1 %

Kaminfeger-Geschäft

 

 

2,9 %

Kaminsanierungen

 

 

4,4 %

Kanalfernsehen/Videoinspektionen

 

 

4,4 %

Kanalisationsreinigung und -entleerung

 

 

5,2 %

Kartografie

 

 

0,1 %

Käserei*

 

Handel mit Gegenständen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

4,4 %

Kernbohrungen

 

 

4,4 %

Kieferorthopädische Praxis: Herstellung

 

 

0,1 %

Kieferorthopädische Praxis: steuerbelastet bezogene Leistungen, die ohne Zuschlag und gesondert weiterfakturiert werden

 

 

2,9 %

Kies- und Betonwerk

 

 

2,9 %

Kieswerk: Gewinnung von Steinen, Schotter, Kies, Sand

 

 

6,7 %

Kieswerk: Verpachtung, sofern die Pacht nach der Abbaumenge bemessen wird und kein Eintrag im Grundbuch vorhanden ist

 

 

6,1 %

Kinesiologiepraxis

 

 

0,6 %

Kiosk: alle branchenüblichen Umsätze mit Ausnahme der Einnahmen aus Provisionen und Agenturtätigkeit

 

 

6,7 %

Kiosk: Einnahmen aus Provisionen und Agenturtätigkeit

 

 

5,2 %

Klavierstimmen, eingeschlossen Reparaturen

 

 

5,2 %

Kleideränderungsatelier

 

 

2,9 %

Klima-, Kälteanlagen: Lieferung mit Montage sowie Service

 

 

5,2 %

Klima-, Lüftungsanlagen: Reinigen

 

 

0,6 %

Kolonialwaren: Handel*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

0,6 %

Konditorei*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

2,1 %

Konfektionsgeschäft: Handel mit Bekleidung

 

 

6,1 %

Körpertherapie, soweit nicht anderswo genannt

 

 

6,1 %

Körpertraining mit Instruktion wie Aqua-Fit, Aerobic, Pilates, Zumba, Yoga 

 

 

5,2 %

Kosmetiksalon

 

 

2,1 %

Kosmetische Produkte: Handel

 

 

3,7 %

Kosmetische Produkte: Herstellung

 

 

2,9 %

Kostümverleih

 

 

3,7 %

Küchenbau: Lieferung mit Montage von Möbeln, Abdeckplatten und Geräten

 

 

3,7 %

Küferei

 

 

5,2 %

Kunsthandel: Handel im eigenen Namen

 

 

6,1 %

Kunsthandel: Handel im fremden Namen und auf fremde Rechnung

 

 

5,2 %

Kunsthandwerk

 

 

3,7 %

Kunststoffe und Kunststoffwaren: Herstellung

 

 

3,7 %

Kürschnerei

 

 

2,9 %

Kürschnerei und Pelzhandel*

 

Kürschnerarbeiten

5,2 %

Labor

 

 

5,2 %

Lagerung von Gegenständen aller Art

 

 

1,3 %

Landmaschinen: sämtliche branchenüblichen Tätigkeiten*

 

Reparatur- und Servicearbeiten 

0,1 %

Landwirtschaftliche Genossenschaft*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

0,1 %

Landwirtschaftliche Lohnarbeiten: zum reduzierten Satz steuerbare Arbeiten mit eigenen Maschinen

 

 

1,3 %

Landwirtschaftliche Lohnarbeiten: zum reduzierten Satz steuerbare Arbeiten ohne eigene Maschinen

 

 

0,1 %

Landwirtschaftsbetrieb: Verkauf von im eigenen Betrieb gewonnenen Erzeugnissen der Urproduktion, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

 

 

0,1 %

Lebensmittel: Fabrikation

 

 

0,6 %

Lebensmittel: Handel*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

2,1 %

Lederwaren/Reiseartikel: Handel

 

 

0,6 %

Lehrmittel, die zum reduzierten Satz steuerbar sind: Handel

 

 

4,4 %

Leitungsisolierungen

 

 

4,4 %

Lichtpausen: Herstellung

 

 

6,1 %

Liegenschaften: Vermittlung

 

 

6,1 %

Liegenschaften: Verwaltung

 

 

5,2 %

Lizenzeinnahmen

 

 

2,1 %

Lizenzen: Handel

 

 

6,1 %

Lohnarbeiten ausserhalb des Baugewerbes, sofern zum Normalsatz steuerbar

 

 

6,7 %

Lohnarbeiten im Baugewerbe

 

 

1,3 %

Lohnarbeiten, sofern zum reduzierten Satz steuerbar und soweit nicht anderswo genannt

 

 

5,2 %

Lohnbrennerei

 

 

1,3 %

Lohnmetzgerei/Störmetzgerei

 

 

1,3 %

Lohnmosterei für Süssmost

 

 

5,2 %

Lohnsägerei

 

 

2,9 %

Lüftungen und Heizungen: Lieferung mit Montage sowie Service

 

 

5,2 %

Lüftungs-, Klimaanlagen: Reinigen

 

 

5,2 %

Malerei/Tapeziererei

 

 

2,1 %

Markt-Kaufleute: Handel mit Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

 

 

0,6 %

Markt-Kaufleute: Handel mit Gegenständen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

 

 

0,6 %

Marroni: Verkauf

 

 

4,4 %

Maschinen: Vermietung mit Bedienung

 

 

3,7 %

Maschinenbau

 

 

2,9 %

Maschinengemeinschaft: Vermietung von Maschinen

 

 

0,1 %

Maschinengemeinschaft: zum reduzierten Satz steuerbare landwirtschaftliche Arbeiten

 

 

2,9 %

Maschinengenossenschaft: Vermietung von Maschinen

 

 

0,1 %

Maschinengenossenschaft: zum reduzierten Satz steuerbare landwirtschaftliche Arbeiten

 

 

6,1 %

Massagepraxen aller Art

 

 

4,4 %

Maurerarbeiten

 

 

6,7 %

Maurerarbeiten: reine Akkordarbeiten

 

 

3,7 %

Mechanische Werkstätte*

 

Handel; Lohnarbeiten

2,1 %

Melkmaschinen: Lieferung mit Installation

 

 

6,1 %

Messungen aller Art

 

 

3,7 %

Metallbau

 

 

0,1 %

Metzgerei*

 

Handel mit Gegenständen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

2,1 %

Möbelgeschäft

 

 

5,2 %

Modellbau

 

 

5,2 %

Modellschreinerei

 

 

6,7 %

Moderatorinnen und Moderatoren

 

 

0,1 %

Molkerei*

 

Handel mit Gegenständen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

6,1 %

Montagearbeiten ausserhalb des Baugewerbes

 

 

2,1 %

Moto- und Velogeschäft: sämtliche branchenüblichen Tätigkeiten

 

 

2,1 %

Motoren: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

2,1 %

Motorgeräte: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

0,1 %

Mühle

 

 

3,7 %

Musikautomaten: Betrieb

 

 

4,4 %

Musikinstrumente: Bau

 

 

2,1 %

Musikinstrumente: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Stimmen; Vermietungen; Handel mit Musikalien; Handel mit gebrauchten Gegenständen

5,2 %

Nachtclub: Leistungen, die zum Normalsatz steuerbar sind

 

 

5,2 %

Nagelstudio

 

 

2,9 %

Nähmaschinen: Handel*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Handel mit gebrauchten Gegenständen

6,1 %

Naturheilarztpraxis: Behandlungen

 

 

2,1 %

Naturheilarztpraxis: Heilmittelverkauf

 

 

6,1 %

Niederspannungskontrollen

 

 

6,1 %

Notariat

 

 

6,1 %

Oberflächenveredelung, -bearbeitung von Uhrenbestandteilen und Schmuck

 

 

4,4 %

Oberflächenveredelung, soweit nicht anderswo genannt

 

 

2,9 %

Ofenbau

 

 

4,4 %

Öl- und Gasbrennerservice, eingeschlossen Installationen

 

 

3,7 %

Optikergeschäft: sämtliche branchenüblichen Tätigkeiten

 

 

4,4 %

Orgelbau, eingeschlossen Reparaturen

 

 

4,4 %

Orgelstimmen, eingeschlossen Reparaturen

 

 

2,1 %

Orientteppiche: Handel

 

 

3,7 %

Orthopädische Werkstätte: mit mindestens 10 % Handel

 

 

4,4 %

Orthopädische Werkstätte: reine Herstellung

 

 

3,7 %

Outdoor-Aktivitäten, soweit nicht anderswo genannt: Anbieten

 

 

3,7 %

Paintball: Anbieten

 

 

2,1 %

Papeterie*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

5,2 %

Parahotellerie: Leistungen, die zum Normalsatz steuerbar sind

 

 

2,1 %

Parahotellerie: Leistungen, die zum Sondersatz für Beherbergung steuerbar sind

 

 

2,1 %

Parfümerie: Handel

 

 

3,7 %

Parkett: Lieferung mit Verlegen

 

 

5,2 %

Parkplätze im Freien oder in Unterständen: Vermietung 

 

 

3,7 %

Parkplätze in und auf Gebäuden: Vermietung

 

 

1,3 %

Party-Service: Lieferung von alkoholischen Getränken ohne Serviceleistung bei der Kundin oder beim Kunden

 

 

0,1 %

Party-Service: Lieferung von Nahrungsmitteln ohne Serviceleistung bei der Kundin oder beim Kunden

 

 

5,2 %

Party-Service: mit Serviceleistung bei der Kundin oder beim Kunden

 

 

2,1 %

Patente: Handel

 

 

5,2 %

Patenteinnahmen

 

 

5,2 %

Pedicure/Fusspflege

 

 

2,9 %

Pelzhandel und Kürschnerei*

 

Kürschnerarbeiten

6,7 %

Personalverleih

 

 

3,7 %

Perücken: Herstellung

 

 

0,6 %

Pferde: Handel

 

 

4,4 %

Pferde: Pension

 

 

0,1 %

Pflanzenschutzmittel, die im Pflanzenschutzmittelverzeichnis aufgeführt sind: Herstellung

 

 

1,3 %

Pizza-Kurierdienst: Lieferung von alkoholischen Getränken

 

 

0,1 %

Pizza-Kurierdienst: Lieferung von Nahrungsmitteln

 

 

5,2 %

Plakatwände: Nutzungsrecht

 

 

3,7 %

Plandruckerei

 

 

4,4 %

Plattenlegerei

 

 

6,7 %

Plattenlegerei: reine Lohnarbeiten

 

 

2,1 %

Pneu: Handel*

 

Montagearbeiten; Reparaturarbeiten

6,1 %

Polierwerkstatt

 

 

2,9 %

Polsterei

 

 

6,1 %

Postagentur: Vergütung durch die Schweizerische Post

 

 

6,1 %

Publicrelations-Büro/PR-Tätigkeiten

 

 

0,6 %

Quartierladen*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

4,4 %

Radio- und Fernsehstudio: Werbeeinnahmen

 

 

2,1 %

Radio-/TV-Geschäft*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Antennenbau; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

1,3 %

Raucherwaren: Handel

 

 

6,7 %

Raucherwaren: Provisionseinnahmen

 

 

6,1 %

Raumplanungsbüro/Stadtplanungsbüro

 

 

5,2 %

Rechte: Einräumen oder Übertragen

 

 

2,1 %

Rechte: Handel

 

 

6,1 %

Reinigungsunternehmen

 

 

2,1 %

Reiseartikel/Lederwaren: Handel

 

 

0,6 %

Reisebüro: reiner Retailer

 

 

2,1 %

Reiseveranstalter

 

 

4,4 %

Reitstall

 

 

3,7 %

Reparaturen aller Art, soweit nicht anderswo genannt

 

 

5,2 %

Restaurant: Leistungen, die zum Normalsatz steuerbar sind

 

 

5,2 %

Restaurationsatelier

 

 

2,9 %

Rollladen und Storen: Lieferung mit Montage*

 

Reparaturen

3,7 %

Sägerei

 

 

4,4 %

Sandstrahlerei

 

 

2,9 %

Sanitäre Installationen: Lieferung mit Montage, Service, Reparaturen

 

 

2,9 %

Sanitätsgeschäft: Handel mit Gehhilfen, Rollstühlen, Badehilfen, Verbandsmaterial und anderen Sanitätsartikeln*

 

Reparaturen

2,9 %

Sattlerei/Innendekorationen

 

 

3,7 %

Sauna, ohne Erotiksauna

 

 

5,2 %

Schädlingsbekämpfung

 

 

4,4 %

Schaufensterdekorationsatelier

 

 

4,4 %

Schleifwerkstätte

 

 

3,7 %

Schliess-/Sicherheitsanlagen: Lieferung mit Montage sowie Nachmachen von Schlüsseln

 

 

3,7 %

Schlosserei

 

 

3,7 %

Schlüsseln, Nachmachen von- (s. Schliess-/Sicherheitsanlagen sowie Schuhmacherei)

 

 

3,7 %

Schmiede

 

 

4,4 %

Schneeräumung

 

 

5,2 %

Schneiderei

 

 

3,7 %

Schreinerei

 

 

4,4 %

Schriftenmalerei

 

 

2,1 %

Schuhgeschäft: nur Handel

 

 

3,7 %

Schuhmacherei: Reparaturen sowie Nachmachen von Schlüsseln

 

 

3,7 %

Schweiss-, Lötwerkstätte

 

 

5,2 %

Second-Hand-Boutique

 

 

3,7 %

Seilbahn

 

 

3,7 %

Seilerei

 

 

3,7 %

Sicherheits-/Schliessanlagen: Lieferung mit Montage sowie Nachmachen von Schlüsseln

 

 

6,1 %

Sicherheitsdienstleistungen

 

 

4,4 %

Siebdruck

 

 

3,7 %

Silberschmuck: Herstellung

 

 

5,2 %

Ski-/Snowboardservice

 

 

3,7 %

Skilift

 

 

6,1 %

Software: Programmierung/Entwicklung

 

 

3,7 %

Solarium

 

 

2,1 %

Souvenirartikel und Geschenke: Handel

 

 

3,7 %

Spenglerei

 

 

3,7 %

Spielautomaten: Betrieb von Geschicklichkeitsspielautomaten

 

 

5,2 %

Spielsalon

 

 

3,7 %

Spinnerei

 

 

6,1 %

Sponsoringeinnahmen

 

 

3,7 %

Sportanlagen wie Schwimmbad, Kunsteisbahn, Minigolfanlage, Kartbahn: alle branchenüblichen Umsätze mit Ausnahme jener aus gastgewerblichen Leistungen

 

 

2,1 %

Sportgeschäft*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

5,2 %

Stadion-/Bandenwerbung: Einnahmen

 

 

6,1 %

Stadtplanungsbüro/Raumplanungsbüro

 

 

3,7 %

Standbau: gilt nicht für reine Montage

 

 

4,4 %

Steinbildhauerei: Lieferung mit Bearbeitung

 

 

4,4 %

Steinbruch

 

 

4,4 %

Stickerei

 

 

2,9 %

Storen und Rollladen: Lieferung mit Montage*

 

Reparaturen

4,4 %

Strassenmarkierungsunternehmen

 

 

4,4 %

Strassenreinigungsunternehmen

 

 

5,2 %

Take-Away mit Konsumationsmöglichkeit

 

 

0,6 %

Take-Away ohne Konsumationsmöglichkeit*

 

Lieferung von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

4,4 %

Tampondruck

 

 

5,2 %

Tankrevisionsunternehmen

 

 

5,2 %

Tapeziererei/Malerei

 

 

5,2 %

Tätowierungsstudio

 

 

5,2 %

Taxiunternehmen

 

 

5,2 %

Taxi-Zentrale

 

 

5,2 %

Tea-Room: Leistungen, die zum Normalsatz steuerbar sind

 

 

6,1 %

Technisches Büro/Engineeringbüro

 

 

6,7 %

Temporärfirma

 

 

3,7 %

Teppich- und Bodenbeläge: Lieferung mit Verlegen

 

 

5,2 %

Teppich- und Polsterreinigung

 

 

2,1 %

Teppiche: Handel

 

 

2,1 %

Textilien: Handel

 

 

3,7 %

Textilveredelung

 

 

5,2 %

Tierarztpraxis: Behandlung von Kleintieren

 

 

0,6 %

Tierarztpraxis: Behandlung von Vieh und Medikamentenverkauf

 

 

6,1 %

Tiere ohne Vieh: Dressur, Ausbildung, Training

 

 

1,3 %

Tiere, ausschliesslich Vieh: Dressur, Ausbildung, Training

 

 

3,7 %

Tierfriedhof

 

 

5,2 %

Tierheim/Tierhotel

 

 

3,7 %

Tierkrematorium

 

 

5,2 %

Tierpräparations-Atelier

 

 

5,2 %

Tiersalon

 

 

4,4 %

Tonaufnahmestudio

 

 

2,1 %

Tonträger: Handel mit neuen Tonträgern wie CDs und Kassetten

 

 

5,2 %

Töpferei

 

 

6,1 %

Tourenbegleitung

 

 

6,1 %

Transport von Gegenständen, sofern mit Hilfe von Fahrrädern, Mofas oder Motorrädern erbracht 

 

 

4,4 %

Transport von Gegenständen, soweit nicht anderswo genannt

 

 

4,4 %

Traxunternehmen

 

 

6,1 %

Treibstoffverkauf auf Provisionsbasis

 

 

0,1 %

Treibstoffverkauf im eigenen Namen

 

 

6,1 %

Treuhandbüro

 

 

2,1 %

TV-/Radio-Geschäft*

 

Reparatur- und Servicearbeiten; Antennenbau; Vermietungen; Handel mit gebrauchten Gegenständen

6,1 %

Übersetzungsbüro

 

 

6,1 %

Überwachungsfirma

 

 

6,1 %

Uhren, Uhrenteile: Montage

 

 

2,1 %

Uhren-/Bijouteriegeschäft*

 

Reparatur- und Servicearbeiten

5,2 %

Uhrmacherei: Reparaturen

 

 

3,7 %

Unterlagsböden

 

 

6,1 %

Unternehmensberatung

 

 

2,1 %

Velo- und Motogeschäft: sämtliche branchenüblichen Tätigkeiten

 

 

3,7 %

Veranstaltungstechnik: Vermietung mit Installation und allenfalls Bedienung

 

 

3,7 %

Vergoldungsarbeiten

 

 

3,7 %

Verlag von Gegenständen, die zum Normalsatz steuerbar sind

 

 

3,7 %

Verlag: Inserateeinnahmen

 

 

0,6 %

Verlag: Leistungen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

 

 

2,9 %

Vermietung von zum Normalsatz steuerbaren Gegenständen, soweit nicht anderswo genannt

 

 

1,3 %

Vermietung von zum reduzierten Satz steuerbaren Gegenständen, soweit nicht anderswo genannt

 

 

6,1 %

Vermittlung von Dienstleistungen, soweit nicht anderswo genannt

 

 

6,1 %

Vermittlung von Gegenständen aller Art

 

 

6,1 %

Vermittlung von Personal/Stellen/Arbeit

 

 

6,1 %

Vermögensverwaltung

 

 

4,4 %

Verpackungsleistungen

 

 

4,4 %

Verzinkerei

 

 

3,7 %

Video-Studio: Aufnahmen und Überspielungen

 

 

3,7 %

Videothek

 

 

0,6 %

Vieh: Handel

 

 

2,1 %

Waffengeschäft*

 

Reparatur- und Servicearbeiten

3,7 %

Waffenmechanische Werkstätte

 

 

5,2 %

Wäscherei/Glätterei

 

 

2,9 %

Wasseraufbereitungsanlagen: Lieferung mit Montage sowie Service

 

 

5,2 %

WC-Anlagen: Benutzungsgebühr

 

 

3,7 %

Weberei

 

 

4,4 %

Weinbau

 

 

5,2 %

Werbeagentur

 

 

6,1 %

Werbetextbüro

 

 

4,4 %

Werkzeugbau

 

 

4,4 %

Werkzeug-Schärferei

 

 

0,1 %

Zahnarztpraxis: steuerbelastet bezogene Leistungen, die ohne Zuschlag und gesondert weiterfakturiert werden

 

 

5,2 %

Zahntechnisches Labor

 

 

3,7 %

Zäune: Herstellung, Lieferung mit Montage sowie Reparaturen

 

 

3,7 %

Zeitschriftenverlag: Inserateeinnahmen

 

 

0,1 %

Zeitschriftenverlag: Leistungen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

 

 

3,7 %

Zeitungsverlag: Inserateeinnahmen

 

 

0,1 %

Zeitungsverlag: Leistungen, die zum reduzierten Satz steuerbar sind

 

 

3,7 %

Zeltbau: Vermietung mit Montage

 

 

3,7 %

Zimmerei

 

 

2,1 %

Zoo-Handlung: Handel mit zum Normalsatz steuerbaren Tieren und Gegenständen

 

 

0,1 %

Zoo-Handlung: Handel mit zum reduzierten Satz steuerbaren Gegenständen

 

 

4,4 %

Zügelunternehmen

 

 

6,7 %

Zurverfügungstellen von Personal

 

 

3,7 %

Zwirnerei

 

 

In Auflistung nicht enthaltene Branchen und Tätigkeiten

Steuerpflichtige Personen, deren Tätigkeiten nicht in Anhang 18 und 19 aufgeführt sind und die mit SSS abrechnen möchten, können sich mit der ESTV in Verbindung setzen.

(20) Muster des Abrechnungsformulars

(21) Anleitung zum Ausfüllen des Abrechnungsformular(s

(21.1) Was ist die Steuerperiode?

Die Steuerperiode ist die Periode, über welche die Steuer erhoben wird (Art. 34 - 35 MWSTG).

Die Steuerperiode teilt sich bei Abrechnung nach der SSS-Methode in zwei Abrechnungsperioden auf. Die Abrechnungsperiode ist der Zeitraum, für welchen die steuerpflichtige Person mit der ESTV über die MWST abzurechnen hat.

21.1.1 Was ist beim Ausfüllen des Abrechnungsformulars generell zu beachten?
Um eine reibungslose und effiziente Verarbeitung Ihrer MWST-Abrechnung zu erreichen, beachten Sie bitte die folgenden Hinweise:
  • Reichen Sie nur das Originalformular ein, denn dieses ist mit einem Barcode versehen, welcher die korrekte Erfassung durch die ESTV wesentlich vereinfacht.

  • Achten Sie darauf, dass sie Sie nur Werte deklarieren, die sich auf die betreffende Abrechnungsperiode beziehen.

  • Überprüfen Sie die MWST-Abrechnung auf allfällige Rechen- und Schreibfehler.

  • Reichen Sie nur Beilagen ein, die auf dem MWST-Abrechnungsformular genannt sind oder von der ESTV direkt verlangt werden.

  • Vergessen Sie nicht, das MWST-Abrechnungsformular mit Ort und Datum, Telefonnummer der für die MWST-Abrechnung zuständigen Person sowie der rechtsverbindlichen Unterschrift zu versehen.

Oberhalb des Einzahlungsscheins befindet sich die Telefonnummer der zuständigen Sachbearbeiterin beziehungsweise des zuständigen Sachbearbeiters. Diese stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung oder senden Ihnen bei Verlust des Originalformulars auf Verlangen ein neues Formular mit Barcode zu. Im schriftlichen Verkehr mit der ESTV ist die Angabe der MWST-Nr. und der Referenznummer (Ref.-Nr.) wichtig. Diese sind im Kopf des MWST-Abrechnungsformulars aufgedruckt.

Die MWST-Abrechnung gliedert sich in drei Teile:

  • Im ersten Teil (I. Umsatz) werden das vereinbarte oder das vereinnahmte Entgelt und die Abzüge eingetragen;

  • Im zweiten Teil (II. Steuerberechnung) wird die geschuldete Umsatzsteuer, aufgeteilt nach SSS, ermittelt und es ist eine allfällige Bezugsteuer zu deklarieren. Es resultiert die Steuerforderung, d.h. die Steuerschuld oder - in Einzelfällen - das Steuerguthaben;

  • Im dritten Teil (III. Andere Mittelflüsse) sind die Nicht-Entgelte einzutragen.

21.1.2 Erster Teil (I. Umsatz)

Ziffer 200:
Total der vereinbarten bzw. vereinnahmten Entgelte (Art. 39 MWSTG), inkl. Entgelte aus Übertragungen im Meldeverfahren sowie aus Leistungen im Ausland

  • Bei Abrechnung nach vereinbarten Entgelten: Deklaration sämtlicher in Rechnung gestellter Entgelte und der Zahlungseingänge ohne Rechnungsstellung, alles jeweils einschliesslich MWST;

  • Bei Abrechnung nach vereinnahmten Entgelten: Deklaration sämtlicher in der Abrechnungsperiode vereinnahmter Entgelte einschliesslich MWST;

  • Entgelte aus Veräusserungen im Meldeverfahren und aus optierten Leistungen nach Artikel 21 Absatz 2 Ziffern 26 und 28 MWSTG sind ebenfalls hier einzubeziehen.

Nicht einzubeziehen sind hingegen die Nichtentgelte ( Ziffer 900 und 910).

Ziffer 220:
Von der Steuer befreite Leistungen (u.a. Exporte, Art. 23 MWSTG), von der Steuer befreite Leistungen an begünstigte Einrichtungen und Personen (Art. 107 MWSTG)

Bei Abrechnung mit der SSS-Methode ist es zulässig, die nachfolgenden Umsätze unter dieser Ziffer aufzuführen. Mit diesem Vorgehen wird allerdings auf eine Abgeltung der Vorsteuer mit dem Formular Nr. 1050 verzichtet. Eine Steueranrechnung unter Ziffer 470 des Abrechnungsformulars ist in diesem Falle nicht möglich:

  • Entgelte für Exporte von Gegenständen und für Lieferungen von Gegenständen, die nachweislich unter Zollüberwachung standen;

  • Entgelte für Lieferungen und Dienstleistungen an diplomatische Missionen, ständige Missionen, konsularische Posten und internationale Organisationen sowie an bestimmte Kategorien von Personen wie diplomatische Vertreter, Konsularbeamte und hohe Beamte internationaler Organisationen (Art. 143 - 150 MWSTV), sofern der Ort der Leistung im Inland liegt und keine Beförderungsleistung über die Grenze vorliegt. Voraussetzung ist ausserdem, dass die notwendigen amtlichen Formulare vorliegen.

Unter dieser Ziffer müssen sodann die Lieferungen im Rahmen von Reihengeschäften gemäss Artikel 23 Absatz 3 MWSTG deklarieren werden, sofern der Bezug der Gegenstände steuerfrei erfolgte.

Alle diese Entgelte müssen unter Ziffer 200 deklariert werden. Unterlagen zum Nachweis der steuerfreien Leistung sind nur auf ausdrückliches Verlangen der ESTV einzureichen.

Ziffer 221: Leistungen im Ausland
Unter dieser Ziffer sind sämtliche Lieferungen und Dienstleistungen aufzuführen, bei denen der Ort der Leistung im Ausland liegt. Das sind beispielsweise Ausland-Ausland-Lieferungen sowie Dienstleistungen nach Artikel 8 Absatz 1 MWSTG, deren Empfänger ihren Sitz im Ausland haben.

Des Weiteren sind hier alle Beförderungsleistungen von Personen und Gegenständen über die Grenze aufzuführen, auch wenn sie gegenüber institutionellen Begünstigten oder begünstigten Personen gemäss Artikel 143 MWSTV erbracht werden.

Diese Entgelte müssen unter Ziffer 200 deklariert werden. In Ziffer 221 kann ein entsprechender Abzug vorgenommen werden, sofern der Nachweis erbracht werden kann. Unterlagen zum Nachweis sind nur auf ausdrückliches Verlangen der ESTV einzureichen.

Ziffer 225:
Übertragung im Meldeverfahren (Art. 38 MWSTG, bitte zusätzlich Form. 764 einreichen)

Die Anwendung des Meldeverfahrens ist obligatorisch bei Umstrukturierungen nach den Artikeln 19 und 61 DBG oder bei anderen Übertragungen eines Gesamt- oder Teilvermögens auf eine andere steuerpflichtige Person im Rahmen einer Gründung, einer Liquidation, einer Umstrukturierung oder eines anderen im FusG vorgesehenen Rechtsgeschäfts, wenn

  • die auf dem Veräusserungspreis zum gesetzlichen Satz berechnete Steuer den Betrag von 10'000 Franken übersteigt; oder

  • die Veräusserung an eine eng verbundene Personen erfolgt.

Die unter dieser Ziffer abgezogenen Entgelte sind auch unter Ziffer 200 zu deklarieren. Das Formular Nr. 764 ist der ESTV spätestens im Zeitpunkt der Einreichung der MWST-Abrechnung zuzustellen.

Weitere Einzelheiten finden Sie in der MWST- Info Meldeverfahren.

Ziffer 230:
Nicht steuerbare Leistungen (Art. 21 MWSTG), für die nicht nach Art. 22 MWSTG optiert wird

Unter dieser Ziffer können nur die Entgelte aus Leistungen abgezogen werden, die nach Artikel 21 MWSTG von der Steuer ausgenommen sind und für die nicht nach Artikel 22 MWSTG optiert wurde. Voraussetzung ist, dass die entsprechenden Entgelte unter Ziffer 200 deklariert worden sind.

Bei Anwendung der SSS-Methode ist eine Option nach Artikel 22 MWSTG nur für die in Artikel 21 Absatz 2 Ziffern 26 und 28 MWSTG aufgeführten Leistungen möglich (Art. 77 Abs. 3 MWSTV).

Ziffer 235: Entgeltsminderungen
Bei Abrechnung nach vereinbarten Entgelten können Entgeltsminderungen wie Rabatte, Skonti und Verluste auf Umsätzen aus steuerbaren Leistungen hier in Abzug gebracht werden. Gewährte Umsatzboni und andere nachträgliche Rabattvergütungen können ungeachtet der Abrechnungsart abgezogen werden. Voraussetzung ist, dass die entsprechenden Umsätze in dieser oder einer früheren MWST-Abrechnung unter Ziffer 200 deklariert wurden.

Ziffer 280: Diverses
Hier können alle abzugsberechtigten Beträge aufgeführt werden, die nicht den Ziffern 220 - 235 zugeteilt werden können. Voraussetzung ist, dass die entsprechenden Entgelte unter Ziffer 200 deklariert wurden. Es betrifft dies insbesondere die Entgelte aus steuerbefreiten Lieferungen von Münz- und Feingold oder auch Durchlaufposten (z.B. Gebühren für Motorfahrzeugkontrollen, Debouren und Kurtaxen im Hotel- und Gastgewerbe).

Ziffer 289: Total Abzüge
Hier ist das Total der Ziffern 220, 221, 225, 230, 235, 280 einzutragen.

21.1.3 Zweiter Teil (II. Steuerberechnung)
Ziffer 320:Leistungen bis 31.12.2010 (1. Satz)
Ziffer 321: Leistungen ab 01.01.2011 (1. Satz)
Ziffer 330: Leistungen bis 31.12.2010 (2. Satz)
Ziffer 331: Leistungen ab 01.01.2011 (2. Satz)

Hier wird die MWST auf dem Entgelt aus steuerbaren Leistungen berechnet, das unter Ziffer 299 gesamthaft deklariert wurde. Dazu ist das Entgelt - sofern die ESTV zwei SSS bewilligt hat - auf die beiden SSS aufzuteilen. Dies gilt auch für Umsätze, bei denen das Standard-Verfahren für die Steueranrechnung bei Exporten (Ziff. 10.1) oder das Verfahren zur Anrechnung der fiktiven Vorsteuer (Ziff. 12) angewandt wird.

Infolge der Erhöhung der Mehrwertsteuersätze zugunsten der IV per 1. Januar 2011 ist es notwendig, Leistungen, die vor diesem Datum erbracht werden, und Leistungen, die ab diesem Datum erbracht werden, in der MWST-Abrechnung getrennt zu erfassen. Leistungen oder Teile von Leistungen, die bis zum 31. Dezember 2010 erbracht werden, sind unter den Ziffern 320 resp. 330 zu deklarieren. Leistungen oder Teile von Leistungen, die ab dem 1. Januar 2011 erbracht werden, sind unter den Ziffern 321 resp. 331 zu deklarieren.

Die Entgelte einschliesslich MWST sind mit den bewilligten SSS zu multiplizieren.

Ziffer 380 und 381: Bezugsteuer
Unter diesen Ziffern sind die der Bezugsteuer nach den Artikeln 45 - 49 MWSTG unterliegenden Leistungsbezüge zum entsprechenden gesetzlichen Steuersatz zu deklarieren.

Infolge der Erhöhung der Mehrwertsteuersätze zugunsten der IV per 1. Januar 2011 ist es notwendig, Bezüge von Leistungen, die vor diesem Datum getätigt werden, und Bezüge, die ab diesem Datum getätigt werden, in der MWST-Abrechnung getrennt zu erfassen. Die Bezüge bis zum 31. Dezember 2010 werden unter der Ziffer 380 deklariert, die Bezüge ab dem 1. Januar 2011 unter der Ziffer 381.

Weitere Einzelheiten finden Sie in der MWST- Info Bezugsteuer.

Ziffer 470: Steueranrechnung gemäss Formular Nr. 1050
Unter dieser Ziffer kann die mit dem Formular Nr. 1050 berechnete MWST abgezogen werden. Eine solche Steueranrechung ist möglich auf:

  • Gegenständen, die ausgeführt werden;

  • Gegenständen, die nachweislich unter Zollüberwachung standen;

  • Leistungen an Begünstigte nach Artikel 143 MWSTV, bei denen der Ort der Leistung im Inland liegt, nicht jedoch bei Beförderungen über die Grenze.

Voraussetzung ist, dass diese Umsätze nicht bereits unter Ziffer 220 in Abzug gebracht worden sind. Das Formular Nr. 1050 ist auf der Homepage der ESTV abrufbar oder kann direkt bei der ESTV bezogen werden.

Ziffer 471: Steueranrechnung gemäss Formular Nr. 1055
Wird das Verfahren zur Anrechnung der fiktiven Vorsteuer gemäss Ziffer 12 angewandt, kann der mit Hilfe des Formulars Nr. 1055 berechnete Betrag unter dieser Ziffer in Abzug gebracht werden.

Ziffer 479: Total Abzüge
Unter Ziffer 479 ist das Total der Ziffern 470 und 471 einzutragen.

Ziffer 500: An die Eidg. Steuerverwaltung zu bezahlender Betrag
Die sich hier ergebende MWST-Schuld ist innert 60 Tagen nach Ablauf der Abrechnungsperiode mit dem der MWST-Abrechnung beiliegenden Einzahlungsschein zu begleichen. Teilzahlungen müssen mit der ESTV vereinbart werden. Diese dürfen jedoch nicht in der MWST-Abrechnung abgezogen oder erwähnt werden.

Ziffer 510: Guthaben der steuerpflichtigen Person
Sofern sich ein Guthaben aus der MWST-Abrechnung ergibt, überweist die ESTV den entsprechenden Betrag innert 60 Tagen nach Eintreffen der MWST-Abrechnung. In diesen Fällen sind der ESTV die für die Auszahlung notwendigen Angaben schriftlich mitzuteilen.

21.1.4 Dritter Teil (III. Andere Mittelflüsse)

Ziffer 900: Subventionen, Kurtaxen u. Ä., Entsorgungs- und Wasserwerkbeiträge (Art. 18 Abs. 2 Bst. a-c MWSTG)

Diese Nicht-Entgelte sind hier zu deklarieren. Unter Ziffer 200 sind sie jedoch nicht aufzuführen.

Ziffer 910: Spenden, Dividenden, Schadenersatz usw.

Die Nicht-Entgelte, die unter dieser Ziffer zu deklarieren sind, sind unter Artikel 18 Absatz 2 Buchstabe d - l MWSTG aufgelistet. Unter Ziffer 200 sind sie jedoch nicht aufzuführen.

(21.2) Was ist hinsichtlich der Abrechnungsart zu beachten?

Bei der Abrechnung der Steuer nach vereinbarten Entgelten (Art. 39 Abs. 1 MWSTG) muss die steuerpflichtige Person das Entgelt in derjenigen Abrechnungsperiode deklarieren, in der sie die Leistungen ihren Kunden in Rechnung gestellt hat.

Bei der Abrechnung nach vereinnahmten Entgelten (Art. 39 Abs. 2 MWSTG) entsteht die Umsatzsteuerschuld hingegen in dem Moment, in dem die steuerpflichtige Person das Entgelt tatsächlich erhält. Diese Abrechnungsart ist auch möglich, wenn eine Debitorenbuchhaltung geführt wird.
Die Abrechnung nach vereinnahmten Entgelten muss bei der ESTV beantragt werden.

Die gewählte Abrechnungsart muss mindestens während einer Steuerperiode beibehalten werden (Art. 39 Abs. 3 MWSTG).

(21.3) Welche Vorschriften bestehen hinsichtlich der Einreichung der MWST-Abrechnung?

  • Die steuerpflichtige Person hat das Originalformular innerhalb von 60 Tagen nach Ablauf der Abrechnungsperiode einzureichen (Art. 71 Abs. 1 MWSTG). Fehlt dieses, stellt die ESTV auf Verlangen einen Ersatz für das Originalformular zu.

  • Endet die Steuerpflicht, so läuft die Frist von diesem Zeitpunkt an (Art. 71 Abs. 2 MWSTG).

(21.4) Wann und in welcher Form hat die Entrichtung der Steuer zu erfolgen?

Innert 60 Tagen nach Ablauf der Abrechnungsperiode hat die steuerpflichtige Person die in diesem Zeitraum entstandene Steuerschuld zu begleichen (Art. 86 Abs. 1 MWSTG)

Der MWST-Abrechnung beigelegt ist ein Einzahlungsschein mit Referenznummer. Bitte verwenden Sie wenn immer möglich diesen Einzahlungsschein, damit die automatisierte Verarbeitung gewährleistet ist. Sollte dieser nicht mehr vorhanden sein, können Sie jederzeit einen Ersatzeinzahlungsschein bestellen oder alternativ die folgende Zahlstelle nutzen:

Mehrwertsteuer
PostFinance, Bern
PC 30-37-5
IBAN CH60 0900 0000 3000 0037 5
BIC POFICHBEXXX

Unter Mitteilungen bitte MWST-Nr. und Zahlungsgrund (Abrechnungsperiode, Einschätzungsmitteilung usw.) angeben.

(21.5) Wie ist das Vorgehen bei einem Überschuss zugunsten der steuerpflichtigen Person?

Ergibt sich aus der Steuerabrechnung ein Überschuss zugunsten der steuerpflichtigen Person, so wird dieser in der Regel innert 60 Tagen ausbezahlt (Art. 88 MWSTG).

(21.6) Wie ist bei Korrekturen von Mängeln in der MWST-Abrechnung vorzugehen?

Die steuerpflichtige Person hat die Steuerabrechnungen mit ihrem Jahresabschluss abzugleichen und festgestellte Mängel zu korrigieren. Solche Korrekturen müssen spätestens in derjenigen Abrechnungsperiode erfolgen, in die der 180. Tag nach Abschluss des Geschäftsjahres fällt. Die festgestellten Mängel sind der ESTV mittels Berichtigungsabrechnung zu melden (Art. 72 MWSTG). Diese Berichtigungsabrechnung ist über Internet (www.estv.admin.ch) abrufbar. Wurden beim Abgleich mit dem Jahresabschluss keine Mängel festgestellt, ist keine Berichtigungsabrechnung einzureichen.

Geht innerhalb von 60 Tagen nach Ablauf der vorstehend erwähnten Abrechnungsperiode keine Berichtigungsabrechnung ein, geht die ESTV davon aus, dass die von der steuerpflichtigen Person eingereichten MWST-Abrechnungen vollständig und korrekt sind und die Steuerperiode finalisiert ist.

Informationen zu den Arbeiten beim Jahresabschluss und zur Buchführung können Sie der MWST-Info Buchführung und Rechnungsstellung entnehmen.

(22) Muster der Unterstellungserklärung (Form. Nr. 1198)

(23) Muster des Beiblattes Export zur Saldosteuersatz-Abrechnung (Form. Nr. 1050)

(24) Muster des Beiblattes zur Anrechnung der fiktiven Vorsteuer zur Saldosteuersatz-Abrechnung (Form. Nr. 1055)



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