Art. 25 MWSTG 2010


Steuersätze


 

Gesetzestext (Wortlaut gemäss Art. 25 MWSTG 2010)

Steuersätze
  1. Die Steuer beträgt 8 Prozent (Normalsatz); vorbehalten bleiben die Absätze 2 und 3.
  2. Der reduzierte Steuersatz von 2,5 Prozent findet Anwendung:

    a. auf der Lieferung folgender Gegenstände:

    1. Wasser in Leitungen,
    2. Nahrungsmittel und Zusatzstoffe nach dem Lebensmittelgesetz vom 9. Oktober 1992,
    3. Vieh, Geflügel, Fische,
    4. Getreide,
    5. Sämereien, Setzknollen und -zwiebeln, lebende Pflanzen, Stecklinge, Pfropfreiser sowie Schnittblumen und Zweige, auch zu Arrangements, Sträussen, Kränzen und dergleichen veredelt; gesonderte Rechnungsstellung vorausgesetzt, unterliegt die Lieferung dieser Gegenstände auch dann dem reduzierten Steuersatz, wenn sie in Kombination mit einer zum Normalsatz steuerbaren Leistung erbracht wird,
    6. Futtermittel, Silagesäuren, Streumittel für Tiere,
    7. Dünger, Pflanzenschutzmittel, Mulch und anderes pflanzliches Abdeckmaterial,
    9. Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und andere Druckerzeugnisse ohne Reklamecharakter der vom Bundesrat zu bestimmenden Arten;

    b. auf den Dienstleistungen der Radio- und Fernsehgesellschaften, mit Ausnahme der Dienstleistungen mit gewerblichem Charakter;

    c. auf den Leistungen nach Artikel 21 Absatz 2 Ziffern 14–16;

    d. auf den Leistungen im Bereich der Landwirtschaft, die in einer mit der Urproduktion in unmittelbarem Zusammenhang stehenden Bearbeitung des Bodens oder Bearbeitung von mit dem Boden verbundenen Erzeugnissen der
        Urproduktion bestehen.

  3. Für Nahrungsmittel, die im Rahmen von gastgewerblichen Leistungen abgegeben werden, gilt der Normalsatz. Als gastgewerbliche Leistung gilt die Abgabe von Nahrungsmitteln, wenn die steuerpflichtige Person sie beim Kunden oder bei der Kundin zubereitet beziehungsweise serviert oder wenn sie für deren Konsum an Ort und Stelle besondere Vorrichtungen bereithält. Werden hingegen die Nahrungsmittel in Verpflegungsautomaten angeboten, oder sind sie zum Mitnehmen oder zur Auslieferung bestimmt und sind hierfür geeignete organisatorische Massnahmen getroffen worden, so findet der reduzierte Steuersatz Anwendung.

  4. Bis zum 31. Dezember 2013 beträgt die Steuer auf Beherbergungsleistungen 3,8 Prozent (Sondersatz). Als Beherbergungsleistung gilt die Gewährung von Unterkunft einschliesslich der Abgabe eines Frühstücks, auch wenn dieses separat berechnet wird.
  5. Der Bundesrat bestimmt die in Absatz 2 bezeichneten Gegenstände und Dienstleistungen näher; dabei beachtet er das Gebot der Wettbewerbsneutralität.
 

Bisheriges Recht

Art. 25 MWSTG 2010 kann mit dem bisherigen Art. 36 MWSTG 2001 verglichen werden.
 

Verordnungstext

Art. 49 MWSTV 2010: Medikamente (Art. 25 Abs. 2 Bst. a Ziff. 8 MWSTG)

Als Medikamente gelten:

a. nach Artikel 9 Absatz 1 des Heilmittelgesetzes vom 15. Dezember 2000 (HMG) zugelassene verwendungsfertige Arzneimittel und Tierarzneimittel-Vormischungen sowie die entsprechenden galenisch fertigen Produkte;
b. verwendungsfertige Arzneimittel, die nach Artikel 9 Absatz 2 HMG keiner Zulassung bedürfen, mit Ausnahme von menschlichem und tierischem Vollblut;
c. verwendungsfertige Arzneimittel, die nach Artikel 9 Absatz 4 HMG eine befristete Bewilligung erhalten haben;
d. nicht zugelassene verwendungsfertige Arzneimittel nach Artikel 36 Absätze 1–3 der Arzneimittel-Bewilligungsverordnung vom 17. Oktober 2001 sowie nach Artikel 7 der Tierarzneimittelverordnung vom 18. August 2004;
 

Art. 50 MWSTV 2010: Zeitungen und Zeitschriften ohne Reklamecharakter (Art. 25 Abs. 2 Bst. a Ziff. 9 MWSTG)

Als Zeitungen und Zeitschriften ohne Reklamecharakter gelten Druckerzeugnisse, welche die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

a. Sie erscheinen periodisch, mindestens zweimal pro Jahr.
b. Sie dienen der laufenden Orientierung über Wissenswertes oder der Unterhaltung.
c. Sie tragen einen gleich bleibenden Titel.
d. Sie enthalten eine fortlaufende Nummerierung sowie die Angabe des Erscheinungsdatums und der Erscheinungsweise.
e. Sie sind äusserlich als Zeitungen oder Zeitschriften aufgemacht.
f. Sie weisen nicht überwiegend Flächen zur Aufnahme von Eintragungen auf.
 

Art. 51 MWSTV 2010: Bücher und andere Druckerzeugnisse ohne Reklamecharakter (Art. 25 Abs. 2 Bst. a Ziff. 9 MWSTG)

Als Bücher und andere Druckerzeugnisse ohne Reklamecharakter gelten Druckerzeugnisse, die die folgenden Voraussetzungen erfüllen

a. Sie weisen Buch-, Broschüren- oder Loseblattform auf; Loseblattwerke gelten als Bücher, wenn sie sich aus einer Einbanddecke, versehen mit einer Schraub-, Spiral- oder Schnellheftung, und den darin einzuordnenden losen Blättern zusammensetzen, als vollständiges Werk mindestens 16 Seiten umfassen und der Titel des Werks auf der Einbanddecke erscheint.
b. Sie weisen inklusive Umschlag und Deckseiten mindestens 16 Seiten auf, mit Ausnahme von Kinderbüchern, gedruckten Musikalien und Teilen zu Loseblattwerken.
c. Sie weisen einen religiösen, literarischen, künstlerischen, unterhaltenden, erzieherischen, belehrenden, informierenden, technischen oder wissenschaftlichen Inhalt auf.
d. Sie sind nicht zur Aufnahme von Eintragungen oder Sammelbildern bestimmt, mit Ausnahme von Schul- und Lehrbüchern sowie bestimmten Kinderbüchern wie Übungshefte mit Illustrationen und ergänzendem Text und
   Zeichen- und Malbücher mit Vorgaben und Anleitungen.
 

Art. 52 MWSTV 2010: Reklamecharakter (Art. 25 Abs. 2 Bst. a Ziff. 9 MWSTG)

1 Ein Druckerzeugnis hat Reklamecharakter, wenn sein Inhalt dazu bestimmt ist, eine geschäftliche Tätigkeit der Herausgeberschaft oder einer hinter dieser stehenden Drittperson deutlich anzupreisen.


2 Das Druckerzeugnis preist die geschäftliche Tätigkeit der Herausgeberschaft oder einer hinter dieser stehenden Drittperson deutlich an, wenn:

a. das Druckerzeugnis offensichtlich zu Werbezwecken für die Herausgeberschaft oder einer hinter dieser stehenden Drittperson herausgegeben wird; oder
b. der Werbeinhalt für die geschäftlichen Tätigkeiten der Herausgeberschaft oder einer hinter dieser stehenden Drittperson mehr als die Hälfte der Gesamtfläche des Druckerzeugnisses ausmacht.
3 Als Werbeinhalt gilt sowohl die direkte Werbung, wie Reklame oder Inserate, als auch die indirekte Werbung, wie Publireportagen oder Publimitteilungen, für die Herausgeberschaft oder eine hinter dieser stehenden Drittperson.

4 Als hinter der Herausgeberschaft stehende Drittpersonen gelten Personen und Unternehmen, für die die Herausgeberschaft handelt, die sie beherrscht oder sonstige mit dieser eng verbundene Personen im Sinn von Artikel 3 Buchstabe h MWSTG.

5 Nicht zum Werbeinhalt gehören Inserate und Werbung für eine unabhängige Drittperson.
 

Art. 53 MWSTV 2010: Zubereitung vor Ort und Servierleistung (Art. 25 Abs. 3 MWSTG)

1 Als Zubereitung gelten namentlich das Kochen, Erwärmen, Mixen, Rüsten und Mischen von Nahrungsmitteln. Nicht als Zubereitung gilt das blosse Bewahren der Temperatur konsumbereiter Nahrungsmittel.

2 Als Servierleistung gelten namentlich das Anrichten von Speisen auf Tellern, das Bereitstellen von kalten oder warmen Buffets, der Ausschank von Getränken, das Decken und Abräumen von Tischen, das Bedienen der Gäste, die              Leitung oder Beaufsichtigung des Service-Personals sowie die Betreuung und Versorgung von Selbstbedienungsbuffets. 
 
 
Art. 54 MWSTV 2010: Besondere Konsumvorrichtungen an Ort und Stelle (Art. 25 Abs. 3 MWSTG)

1 Als besondere Vorrichtungen zum Konsum von Nahrungsmitteln an Ort und Stelle (Konsumvorrichtungen) gelten namentlich Tische, Stehtische, Theken und andere für den Konsum zur Verfügung stehende Abstellflächen oder                entsprechende Vorrichtungen, namentlich in Beförderungsmitteln. Unerheblich ist:

a. wem die Vorrichtungen gehören;
b. ob der Kunde oder die Kundin die Vorrichtung tatsächlich benutzt;
c. ob die Vorrichtungen ausreichen, um sämtlichen Kunden und Kundinnen den Konsum an Ort und Stelle zu ermöglichen.
2 Nicht als Konsumvorrichtungen gelten:
a. blosse Sitzgelegenheiten ohne dazugehörige Tische, die in erster Linie als Ausruhmöglichkeit dienen;
b. bei Kiosks oder Restaurants auf Campingplätzen: die Zelte und Wohnwagen der Mieter und Mieterinnen.
 
Art. 55 MWSTV 2010: Zum Mitnehmen oder zur Auslieferung bestimmte Nahrungsmittel (Art. 25 Abs. 3 MWSTG)

1 Als Auslieferung gilt die Lieferung von Nahrungsmitteln durch die steuerpflichtige Person an ihre Kundschaft an deren Domizil oder an einen andern von ihr bezeichneten Ort ohne jede weitere Zubereitung oder Servierleistung.

2 Als zum Mitnehmen bestimmte Nahrungsmittel gelten Nahrungsmittel, die der Kunde oder die Kundin nach dem Kauf an einen anderen Ort verbringt und nicht im Betrieb des Leistungserbringers oder der Leistungserbringerin                konsumiert. Für das Mitnehmen spricht namentlich:
a. der durch den Kunden oder die Kundin bekannt gegebene Wille zum Mitnehmen der Nahrungsmittel;
b. die Abgabe der Nahrungsmittel in einer speziellen, für den Transport geeigneten Verpackung;
c. die Abgabe von Nahrungsmitteln, die nicht für den unmittelbaren Verzehr geeignet sind.
3 Für bestimmte Betriebe und Anlässe sieht die ESTV Vereinfachungen im Sinn von Artikel 80 MWSTG vor.
 

Art. 56 MWSTV 2010: Geeignete organisatorische Massnahme (Art. 25 Abs. 3 MWSTG)

Eine geeignete organisatorische Massnahme ist namentlich das Ausstellen von Belegen, anhand derer festgestellt werden kann, ob eine gastgewerbliche Leistung oder eine Auslieferung beziehungsweise eine Lieferung zum Mitnehmen erbracht wurde.
 

Gesetzesmaterialien (Botschaft und parlamentarische Beratung zu Art. 25 MWSTG 2010)


 

Rechtsprechung

 

Praxis der ESTV zu Art. 25 MWSTG 2010

 
Medikamente

Erläuterungen zu Art. 49 MWSTV 2010 (Medikamente), welcher Art. 25 Abs. 2 Bst. a Ziff. 8 MWSTG 2010 konkretisiert

Diese Bestimmung wurde unverändert aus Artikel 35 MWSTGV 2001 übernommen, einzig die alphabetische Aufzählung wurde angepasst.

 

Druckerzeugnisse

Links auf MWST-Branchen-Info 03 Druckerzeugnisse (für offizielle Version bitte hier auf Link klicken)

Inhalt

  1. 1 Grundsätzliches zur Anwendung der Steuersätze
  2. 2 Druckerzeugnisse, die Werbezwecken dienen
  3. 3 Bücher und andere Druckerzeugnisse
    1. 3.1 Inhaltliche Bedingungen
    2. 3.2 Formelle Bedingungen
    3. 3.3 Kinderbücher
    4. 3.4 Beispiele von Büchern, die zum reduzierten Satz steuerbar sind
    5. 3.5 Beispiele von Druckerzeugnissen, die zum Normalsatz steuerbar sind
  4. 4 Zeitungen und Zeitschriften
    1. 4.1 Beispiele von Zeitungen und Zeitschriften, die zum reduzierten Satz steuerbar sind
    2. 4.2 Beispiele von Zeitungen und Zeitschriften, die zum Normalsatz steuerbar sind
  5. 5 Beifügen von Werbematerial
  6. 6 Binde- und Heftarbeiten
  7. 7 Einheit und Mehrheit von Leistungen
    1. 7.1 Mehrheit von Leistungen (Art. 19 Abs. 1 und 2 MWSTG)
    2. 7.2 Einheit der Leistung (Art. 19 Abs. 3 MWSTG)
    3. 7.3 Haupt- und Nebenleistungen (Art. 19 Abs. 4 MWSTG)
  8. 8 Recycling-Material
  9. 9 Verpackungs- und Versandarbeiten
  10. 10 Umschliessungen
  11. 11 Porto- und Transportkosten
  12. 12 Lagerung
  13. 13 Telekiosk
  14. 14 Spezialwerkzeuge
  15. 15 Beispiele von anderen zum Normalsatz steuerbaren Leistungen
  16. 16 Zeitungs- und Zeitschriftenabonnemente
    1. 16.1 Entstehung der Steuerforderung und Abrechnungsart
    2. 16.2 Vorübergehende Adressänderung und provisorische Abonnementsunterbrechung
    3. 16.3 Leserbindungsaktionen
      1. 16.3.1 Ohne zusätzliches Entgelt erhaltene Leistung
      2. 16.3.2 Gegen Bezahlung eines zusätzlichen Entgelts erhaltene Leistung

Erläuterungen zu Art. 50 MWSTV 2010 (Zeitungen und Zeitschriften ohne Reklamecharakter), welcher Art. 25 Abs. 2 Bst. a Ziff. 9 MWSTG 2010 konkretisiert

Diese Bestimmung entspricht im Wesentlichen dem bisherigen Artikel 33 MWSTGV 2001. Zeitungen und Zeitschriften sind Druckerzeugnisse, welche in gebundener oder gehefteter Form regelmässig erscheinen und der Information oder Unterhaltung dienen. Druckerzeugnisse, welche demgegenüber überwiegend Flächen zur Aufnahme von Eintragungen enthalten (vgl. Buchstabe f der Bestimmung), gehören nicht zu den Zeitungen oder Zeitschriften im mehrwertsteuerrechtlichen Sinn und müssen zum Normalsatz versteuert werden. Dem Normalsatz unterliegen sodann Zeitungen und Zeitschriften, welche Werbezwecken dienen.
 

Erläuterungen zu Art. 51 MWSTV 2010 (Bücher und andere Druckerzeugnisse ohne Reklamecharakter), welcher Art. 25 Abs. 2 Bst. a Ziff. 9 MWSTG 2010 konkretisiert

Diese Bestimmung entspricht im Wesentlichen dem bisherigen Artikel 32 MWSTGV 2001. Neu werden die "anderen Druckerzeugnisse" ebenfalls erfasst. Im Sinn der bisherigen Praxis der ESTV wird in der Verordnung bestimmt, dass Druckerzeugnisse, welche zur Aufnahme von Eintragungen oder Sammelbildern bestimmt sind, zum Normalsatz zu versteuern sind, mit Ausnahme der Druckerzeugnisse für Kinder und für Unterrichtszwecke (vgl. Buchstabe d der Bestimmung). Dem Normalsatz unterliegen somit beispielsweise die sogenannten Panini-Alben (Fussballbildchen) und Tagebücher. Dem Normalsatz unterliegen sodann Bücher und andere Druckerzeugnisse, welche Werbezwecken dienen.
 

Erläuterungen zu Art. 52 MWSTV 2010 (Reklamecharakter), welcher Art. 25 Abs. 2 Bst. a Ziff. 9 MWSTG 2010 konkretisiert

Mit dieser Bestimmung wird die geltende Praxis des ESTV auf Stufe Verordnung geregelt.
 

Steuersatzerhöhung

Links auf MWST-Info 19 Steuersatzerhöhung per. Januar 2011 (für offizielle Version bitte hier auf Link klicken)
 

Inhalt

  1. 1 Einleitung
  2. 2 Rechnungsstellung
    1. 2.1 Rechnungsstellung allgemein
    2. 2.2 Teilzahlungsgesuche und Situationsetats
    3. 2.3 Vorauszahlungen
      1. 2.3.1 Definition
      2. 2.3.2 Rechnungsstellung bei Vorauszahlungen
    4. 2.4 Akontozahlungen
    5. 2.5 Periodische Leistungen, die teilweise nach der Steuersatzerhöhung erbracht werden
    6. 2.6 Entgeltsminderungen/Jahresbonifikationen/Retouren und Rückgängigmachung der Leistung
      1. 2.6.1 Entgeltsminderungen
      2. 2.6.2 Jahresbonifikationen
      3. 2.6.3 Retouren/Rückgängigmachung der Leistung
  3. 3 Weitere Auswirkungen der Steuersatzerhöhung
    1. 3.1 Hotel- und Gastgewerbe
    2. 3.2 Bruttogewinnzuschlag im Detailhandel
    3. 3.3 Leistungen von Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerken u. dgl.
    4. 3.4 Miet- und Leasingverträge
    5. 3.5 Kommissionsgeschäfte
    6. 3.6 Einfuhr von Gegenständen
    7. 3.7 Bezugsteuer
  4. 4 Vorsteuerabzug
    1. 4.1 Grundsätze
    2. 4.2 Bezüge von Urprodukten bei nicht steuerpflichtigen Landwirten, Forstwirten, Gärtnern, Viehhändlern und Milchsammelstellen
  5. 5 Abrechnung mit der ESTV
    1. 5.1 Multiplikatoren
    2. 5.2 Saldosteuersätze
    3. 5.3 Pauschalsteuersätze für das Gemeinwesen und verwandte Bereiche
  6. 6 Anhang I: Abrechnungsformular effektiv (ab 1. Juli 2010)
  7. 7 Anhang II: Abrechnungsformular Saldosteuersätze (ab 1. Juli 2010)
 

Links auf MWST-Branchen-Info 06 Detailhandel (für offizielle Version bitte auf Link klicken) 

Inhalt

  1. 1 Entgelt
    1. 1.1 In Rechnung gestellte Unkosten und Nebenleistungen
    2. 1.2 Eintauschgeschäfte / Verrechnungen
    3. 1.3 Pfandgelder auf Gebinden
    4. 1.4 Vermieten von beweglichen Gegenständen
    5. 1.5 Pflichtlager
    6. 1.6 Zahlung mit Kreditkarten, Wechseln, Checks oder Anweisungen (einschliesslich REKA-Checks, Traveller-Checks usw.)
    7. 1.7 Zahlung durch Entgegennahme von WIR-Geld
    8. 1.8 Zahlung mit Kundenkarten
    9. 1.9 Entgelte in ausländischer Währung
    10. 1.10 Mahngebühren
    11. 1.11 Provisionen; Stellvertretung
      1. 1.11.1 Prepaid-Karten, Kehrichtgebührenmarken, Abonnemente, Billette, Lottoscheine usw.
      2. 1.11.2 Versicherungsprovisionen und Versicherungsprämien
      3. 1.11.3 Steuerausweis
    12. 1.12 Gutscheine, aufladbare Karten und Schlüssel
      1. 1.12.1 Gutscheine
      2. 1.12.2 Aufladbare Karten und Schlüssel
      3. 1.12.3 Steuerausweis
    13. 1.13 Verkaufsförderungsinstrumente (Aktionen, Bons, Marken, Promotionsprogramme usw.)
      1. 1.13.1 Vom Detailhändler herausgegebene Bons
      2. 1.13.2 Von Dritten herausgegebene Bons
      3. 1.13.3 Rabattmarken / Treueprämien
      4. 1.13.4 Weitere Promotionen / Kundenbindungsprogramme und Treueprämien
  2. 2 Steuersätze
    1. 2.1 Gastgewerbliche und Take-away-Umsätze in Lebensmittelverkaufsstellen
    2. 2.2 Mehrheit von Leistungen
    3. 2.3 Nebenkosten
  3. 3 Erfassung und Aufteilung der Umsätze
    1. 3.1 Erfassung der Umsätze
    2. 3.2 Aufteilung auf die verschiedenen Steuersatzkategorien
    3. 3.3 Steuersatzaufteilung mit Hilfe von Kassensystemen
      1. 3.3.1 Scannerkassen
      2. 3.3.2 Registrierkassen
    4. 3.4 Steuersatzaufteilung ausserhalb von Kassensystemen
      1. 3.4.1 Saldosteuersätze
      2. 3.4.2 Gewogener Bruttogewinnzuschlag
      3. 3.4.3 Bareinnahmen zum reduzierten Satz beziehungsweise zum Normalsatz mit unbedeutendem Anteil beim anderen Steuersatz
    5. 3.5 Kassendifferenzen
  4. 4 Privatanteile
  5. 5 Steuerbefreite Leistungen
    1. 5.1 Sonderregelung für Ladenverkäufe im Reiseverkehr an Personen mit Wohnsitz im Ausland
    2. 5.2 Leistungen an diplomatische Vertretungen und internationale Organisationen
  6. 6 Rechnungsstellung
    1. 6.1 Pflicht zur Ausstellung von Rechnungen
    2. 6.2 Barverkäufe
    3. 6.3 Preisanschriften
  7. 7 Vorsteuerabzug
  8. 8 Anhang I: Steuersätze für verschiedene Branchen des Detailhandels

 

Erläuterungen zu Art. 53 MWSTV 2010 (Zubereitung vor Ort und Servierleistung), welcher Art. 25 Abs. 3 MWSTG 2010 konkretisier

Mit dieser Bestimmung wird die geltende Praxis der ESTV auf Stufe Verordnung geregelt.
 

Erläuterungen zu Art. 54 MWSTV 2010 (Besondere Konsumvorrichtungen an Ort und Stelle), welcher Art. 25 Abs. 3 MWSTG 2010 konkretisiert

Mit dieser Bestimmung wird die geltende Praxis der ESTV auf Stufe Verordnung geregelt.
 

Erläuterungen zu Art. 55 MWSTV 2010 (Zum Mitnehmen oder zur Auslieferung bestimmte Nahrungsmittel), welcher Art. 25 Abs. 3 MWSTG 2010 konkretisiert

Mit dieser Bestimmung wird die geltende Praxis der ESTV auf Stufe Verordnung festgeschrieben. Unterschiedliche Preise für zum Mitnehmen oder zur Auslieferung bestimmte Nahrungsmittel und Nahrungsmittel zur Konsumation vor Ort gelten ausdrücklich nicht als Indiz für Lebensmittel, welche zum reduzierten Satz versteuert werden, da die Preisgestaltung nicht beeinflusst werden darf.

Absatz 3 stellt sicher, dass die ESTV auch weiterhin für Betriebe und Anlässe die bisherigen Vereinfachungen zulässt.
 

Erläuterungen zu Art. 56 MWSTV 2010 (Geeignete organisatorische Massnahmen), welcher Art. 25 Abs. 3 MWSTG 2010 konkretisiert

Mit dieser Bestimmung wird die geltende Praxis der ESTV auf Stufe Verordnung geregelt. Gemeint ist das Ausstellen von Belegen, welche gegenüber der ESTV die Verwendung der erbrachten Leistungen aufzeigen. Das Ausstellen von entsprechenden Belegen ist nicht die einzige geeignete organsiatorische Massnahme, wohl aber die aussagekräftigste.
 

Hotel- und Gastgewerbe

Links auf MWST-Branchen-Info 08 Hotel- und Gastgewerbe (für offizielle Version bitte auf Link klicken)

Inhalt

  1. 1 Abgrenzung zwischen gastgewerblichen Leistungen und Lieferungen von Nahrungsmitteln
    1. 1.1 Gesetzliche Grundlagen
    2. 1.2 Gastgewerbliche Leistungen
      1. 1.2.1 Besondere Konsumvorrichtungen an Ort und Stelle (Art. 54 MWSTV)
      2. 1.2.2 Zubereitung und/oder Servierleistung beim Kunden (Art. 53 MWSTV)
    3. 1.3 Abgrenzung zu den nicht gastgewerblichen Leistungen
      1. 1.3.1 Verpflegungsautomaten (Art. 25 Abs. 3 MWSTG)
      2. 1.3.2Nahrungsmittel zum Mitnehmen (Verkauf über die Gasse / Take away) / geeignete organisatorische Massnahmen (Art. 55 Abs. 2 und Art. 56 MWSTV)
      3. 1.3.3 Hauslieferung von Nahrungsmitteln / geeignete organisatorische Massnahmen (Art. 55 Abs. 1 und Art. 56 MWSTV)
      4. 1.3.4 Vereinfachte Abrechnung für gemischte Betriebe, Imbissbars / -stände und Anlässe mit gastgewerblichen Leistungen
      5. 1.3.5 Bäckerei / Konditorei / Confiserie mit Tea-Room
  2. 2 Eigenkonsum der Familien- und Firmenangehörigen, Verpflegung des Personals in gastgewerblichen Betrieben; Bewirtung bestimmter Personengruppen (Art. 3 Bst. h, Art. 24 und 31 MWSTG sowie Art. 47 MWSTV)
    1. 2.1 Grundsätzliches
    2. 2.2 Verpflegung in gastgewerblichen Betrieben
      1. 2.2.1 Verpflegung des Einzelfirmeninhabers und seiner nicht im Betrieb mitarbeitenden Familienangehörigen, Freunden und Bekannten
      2. 2.2.2 Verpflegung des nicht im Betrieb mitarbeitenden Inhabers einer massgebenden Beteiligung (z.B. Aktionäre, Stammanteilinhaber oder Teilhaber von Personengesellschaften) und dessen nicht im Betrieb mitarbeitenden Familienangehörigen, Freunden und Bekannten sowie von Freunden und Bekannten des im Betrieb mitarbeitenden Inhabers einer massgebenden Beteiligung
      3. 2.2.3 Verpflegung des Personals
      4. 2.2.4 Bewirtung bestimmter Personengruppen (Maisonbuchungen)
  3. 3 Verpflegung in nicht gastgewerblichen Betrieben (z.B. in Kantinen, Schulmensen und Bildungszentren)
  4. 4 Diverse andere Leistungen im Gastgewerbe
    1. 4.1 Musik-, Zigaretten-, Spiel- und sonstige Automaten sowie Betrieb von Bowling- und Kegelbahnen, Billardtischen und Dart
    2. 4.2 Vermietung von Räumlichkeiten im Hotel- und Gastgewerbe
    3. 4.3 Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Musik- und Tanzabende
    4. 4.4 Kommerzielle Ausstellungen
    5. 4.5 Kunstwerke
    6. 4.6 Gastgewerbliche Leistungen an ein Reisebüro
    7. 4.7 Blumenverkäufe und Tischdekorationen
    8. 4.8 Debouren
    9. 4.9 Taxe für die Verlegung der Polizeistunde
    10. 4.10 Lieferverträge (z.B. Bierverträge)
  5. 5 Begriffe Hotellerie / Parahotellerie
  6. 6 Unterscheidung Beherbergungsleistungen und übrige Leistungen
    1. 6.1 Beherbergungsleistungen (Sondersatz)
      1. 6.1.1 Beherbergung
      2. 6.1.2 Nebenleistungen in direktem Zusammenhang mit der Beherbergung
      3. 6.1.3 Erweiterte Nebenleistungen
    2. 6.2 Übrige Leistungen
    3. 6.3 Übersichtstabelle Beherbergungs- und übrige Leistungen
    4. 6.4 Kombinationen von Leistungen
      1. 6.4.1 Grundsätzliches zu Leistungskombinationen (Halb- und Vollpension, Packages und Leistungen von Seminarhotels = Seminarpauschalen)
      2. 6.4.2 Definitionen
      3. 6.4.3 Effektive Berechnung von Leistungskombinationen
      4. 6.4.4 Pauschale Ermittlung von Leistungskombinationen
  7. 7 Diverse andere Leistungen im Hotelgewerbe
    1. 7.1 Vermietung von Ferienhäusern und -wohnungen
    2. 7.2 Vermietung von Hotelzimmern durch ein Hotel an ein anderes Hotel
    3. 7.3 Vermietung von Campingplätzen und Mobilheimparks
    4. 7.4 Vermietung von Parkplätzen / Bootsplätzen
    5. 7.5 Vermietung von Zimmern an das Personal
    6. 7.6 Minibar
    7. 7.7 Arrangementverkauf an Reisebüros
    8. 7.8 Provisionszahlungen an Reisebüros, Verkehrsvereine usw. für vermittelte Arrangements
    9. 7.9 Pay-TV, Internet-Benützungsgebühren, Vermietung von Bild-, Film- und Audiodatenträgern
    10. 7.10 Geldwechsel
    11. 7.11 Kur- und Beherbergungstaxen
    12. 7.12 Bezahlung mit von Dritten herausgegebenen Vouchers
  8. 8 Entgelt
    1. 8.1 Allgemeines
    2. 8.2 Gutscheine
    3. 8.3 Trinkgeld
    4. 8.4 Telefon
    5. 8.5 Vermietung von Räumlichkeiten im Hotel- und Gastgewerbe
    6. 8.6 Schadenersatz
    7. 8.7 Zahlungen für Annullierungen
  9. 9 Vorsteuer
  10. 10 Sonstiges
    1. 10.1 Vereinfachte Abrechnung mit Saldosteuersätzen (SSS)
    2. 10.2 Ort der gastgewerblichen Leistung
    3. 10.3 Ort der Beherbergungsleistung
  11. 11 Buchführung und Rechnungsstellung
    1. 11.1 Ergänzungen zur Rechnungsstellung
    2. 11.2 Rechnungsstellung bei Leistungskombinationen
      1. 11.2.1 Rechnungsstellung bei Beherbergung, Vollpension, Leistungskombinationen zu einem Steuersatz und bei übrigen Leistungen
      2. 11.2.2 Rechnungsstellung bei Packages (→ Ziff. 6.4.3.2)
      3. 11.2.3 Rechnungsstellung bei Leistungen von Seminarhotels (Seminarpauschalen)
  12. 12 Anhang I: Quittungsbeispiele
  13. 13 Anhang II: Rechnungsbeispiele
  14. 14 Anhang III: Merkblatt N1/2007
  15. 15 Anhang IV: Merkblatt N2/2007
 

Literatur zu Art. 25 MWSTG 2010

 

Rechtsvergleich (EU MWST Richtlinie 2006/112/EG)

 

Varia zu Art. 25 MWSTG 2010